Sasa Kalajdzic hat mit seinem Last-Minute-Kopfball ganz Österreich in Ekstase versetzt. Der zwei Meter große Stürmer wurde erst in der 96. Minute eingewechselt – und traf nur Augenblicke später zum 3:3 gegen Algerien. Damit schoss er das ÖFB-Team, das sich nach dem 2:3 in der 93. Minute bereits auf dem Heimflug sah, erstmals seit 1982 wieder in die K.o.-Phase einer Fußball-Weltmeisterschaft.

Dabei verlief seine Karriere alles andere als geradlinig. Der gebürtige Wiener mit serbischen Wurzeln galt schon früh als großes Sturmtalent, ehe ihn schwere Verletzungen immer wieder zurückwarfen. Gleich drei Kreuzbandrisse musste Kalajdzic verkraften – zwei davon innerhalb kurzer Zeit. Über Jahre kämpfte er sich zurück, während andere längst den Anschluss verloren hätten.

Ein Tor für die Ewigkeit!
Ein Tor für die Ewigkeit!

Dennoch gab der Angreifer nie auf. 2022 wechselte er für rund 18 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Wolverhampton Wanderers in die Premier League. Um nach seinen Verletzungen wieder Spielpraxis zu sammeln, spielt er derzeit leihweise beim LASK.

Restaurant in England

Abseits des Rasens hat Kalajdzic sein privates Glück gefunden. Seit 2024 ist er mit seiner Ehefrau Lorena verheiratet, gemeinsam hat das Paar einen Sohn. Während ihrer Zeit in England betrieben die beiden sogar ein Restaurant mit Balkan-Spezialitäten, das sie nach dem Wechsel nach Österreich wieder aufgaben.

Mit seinem Last-Minute-Tor hat sich der ÖFB-Joker nun endgültig in die österreichischen Fußball-Geschichtsbücher geschossen.