Im Mittelpunkt steht David Affengruber, der in der spanischen LaLiga zuletzt für Schlagzeilen gesorgt hat. Mit seinem Klub gelang ihm eine beeindruckende Serie von vier Siegen aus fünf Spielen, darunter ein spektakulärer Erfolg gegen Atletico Madrid, bei dem er am vergangenen Wochenende an allen drei Toren direkt beteiligt war – mit Treffer, Assist und herausgeholtem Elfmeter.

Rangnick über Affengruber: "Hut ab"

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick lobte die Entwicklung deutlich: “Dazu kann man nur gratulieren. Hut ab”, sagte er bei CANAL+. Besonders seine konstanten Leistungen seien entscheidend. Bereits im März durfte Affengruber, der in der Vergangenheit keine Rolle für den ÖFB spielte, beim Team-Lehrgang mitmachen. “David hat die Nominierung absolut verdient gehabt, sie im Lehrgang auch bestätigt und jetzt auch wieder in diesen Spielen wie gegen Atletico”, ergänzte Rangnick.

Der Verteidiger, der seit seinem Wechsel im Sommer 2024 als Schlüsselspieler gilt, feierte bereits im März sein Teamdebüt beim 5:1 gegen Ghana. Seitdem hat er sich im Kreis des Nationalteams sichtbar festgesetzt.

Elche-Coach fordert Nominierung

Elche-Coach Eder Sarabia legte sich nach dem Überraschungssieg gegen Atletico fest und meinte: “Wenn David nicht zur WM fährt, wäre das die größte Ungerechtigkeit der Geschichte.”

Rangnick reagierte diplomatisch, aber bestimmt: “Es spricht für den Trainer, dass er sich für seine Spieler einsetzt. Wir müssen nach den Kriterien gehen, die für uns die richtigen sind. Dass David sowohl durch seine Leistungen im Lehrgang als auch zuletzt den Finger nochmal ganz deutlich gehoben hat, ist auch klar.”

Gleichzeitig bremst der Teamchef die Euphorie: Auf der Innenverteidiger-Position herrsche eine „enorme Auswahl“ – die WM-Entscheidung bleibt damit völlig offen.

Neben David Alaba dürften auch Kevin Danso, Philipp Lienhart, Marco Friedl ihren WM-Platz, sofern sie fit bleiben, fix haben. Stefan Posch kommt meist als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Nach langer Verletzungspause scheint zudem Maximilian Wöber wieder voll auf Kurs zu sein, während Michael Svoboda zuletzt das Vertrauen von Rangnick bekommen hat. Damit könnte es schließlich zu einer Entscheidung zwischen Union-Berlin-Abwehrmann Leopold Querfeld und Affengruber kommen.