Nach einer Mountainbike-Tour im Trainingslager 2012 fühlte er sich erstmal nur erschöpft. Aber danach begannen heftige Schmerzen. „Es war, als würde mir eine Nadel in den Kopf gestochen“, erinnert sich Hasenhüttl. Dazu explodierten heftige Rückenschmerzen – „als hätte ich ein Messer im Rücken.“ Die Schock-Diagnose: Der ehemalige Fußball-Trainer von Leipzig, Ingolstadt, Wolfsburg und Southampton war am Hantavirus erkrankt.

Kampf ums Überleben

Die Organe schwollen an, Leber und Nieren drückten auf andere Organe, wie er erzählt. Hasenhüttl landete auf der Intensivstation, kämpfte zwei Wochen lang um sein Überleben. „Die schlimmsten meines Lebens“, beschreibt der 58-Jährige. Eine medizinische Behandlung existiert nicht.

Infektion über Kot-Partikel aus der Luft

Der heute 58-jährige Steirer vermutet, dass er sich beim Reinigen seiner Terrasse durch Staub angesteckt hatte. Das Hantavirus wird durch Nagetiere übertragen. Menschen infizieren sich etwa über Kot, Urin oder Speichel, deren Partikel in die Luft gelangen und eingeatmet werden. Aktuelles Beispiel: drei Todesfällen auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ auf dem Weg von Argentinien nach Kap Verde.