Die Frankreichische Fußballnationalmannschaft setzte sich in Philadelphia mit einem Elfmetertor von Kylian Mbappé durch und zog ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft ein.
Teamchef Didier Deschamps lobte anschließend die Geduld seiner Mannschaft. Gegen südamerikanische Teams sei es immer schwierig, umso wichtiger sei der Einzug in die nächste Runde gewesen.
Tritte, Schläge – aber keine einzige Karte
Für den größten Aufreger sorgte jedoch Paraguays rustikale Spielweise. Immer wieder gingen französische Spieler zu Boden, wurden getreten, gestoßen oder hart attackiert.
Dennoch griff Schiedsrichter Ilgiz Tantashev nach Ansicht vieler Beobachter viel zu selten durch. Besonders brisant: Gegen Paraguay wurde während der gesamten Partie keine einzige Gelbe oder Rote Karte gezeigt.
Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich fand bei MagentaTV deutliche Worte. Für ihn war es “die schlechteste Schiedsrichterleistung dieser WM”. Der Referee habe sowohl bei der Zweikampfbewertung als auch bei der Disziplinarkontrolle völlig den Überblick verloren.
Besonders einen Schlag von Matías Galarza gegen Mbappé hätte Ittrich mit einer Roten Karte geahndet. Dass Paraguay ohne Verwarnung blieb, bezeichnete er als “unfassbar”.
"Widerlich!"
Auch MagentaTV-Moderator Jan Henkel zeigte sich fassungslos. Besonders eine Szene vor dem entscheidenden Elfmeter brachte ihn auf die Palme: Mehrere paraguayische Spieler bearbeiteten den Elfmeterpunkt, um den Schützen zu irritieren.
Henkel platzte daraufhin der Kragen: “Widerlich, regt mich tierisch auf.”
Trotz aller Aufregung behielt Frankreich die Nerven und machte den Einzug ins Viertelfinale perfekt. Die Diskussionen über Paraguays Spielweise und die schwache Schiedsrichterleistung dürften die WM aber noch länger beschäftigen.

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