In den Schlussrunden des Rennens stand Audi-Pilot Gabriel Bortoleto im Mittelpunkt. Der Brasilianer kämpfte um den zehnten Platz, als sich von hinten Kimi Antonelli und Lewis Hamilton näherten, die ihrerseits um den letzten Podestplatz kämpften.
Bortoleto ließ Antonelli zunächst nicht passieren, wodurch der Mercedes-Pilot wertvolle Zeit verlor. Für Toto Wolff war das völlig unverständlich, berichtet die Krone.
„Ingenieure sind Teletubbies“
Im Interview mit dem ORF platzte dem Mercedes-Teamchef schließlich der Kragen.
„Das ist das, was mich am grantigsten stimmt. Der Fahrer sollte schon im Rückspiegel sehen, was passiert“, schimpfte Wolff.
Noch deutlicher wurde der 54-Jährige bei seiner Kritik an den Kommandoständen der Teams.
„Das Hauptthema ist, dass einige Ingenieure an der Boxenmauer Teletubbies sind und in den Himmel starren, anstatt ihren Fahrern zu sagen, dass da jetzt ein Zug kommt, der um das Podium kämpft!“ Für Wolff liegt die Verantwortung klar bei den Renningenieuren. Diese müssten ihre Fahrer rechtzeitig informieren, wenn sich die Spitzengruppe nähert.
„Ich war bei Williams viele Jahre, ich weiß, wie das ist, wenn man um die hinteren Punkteplätze fightet“, erklärte der Mercedes-Boss.
„Aber wenn es vorne wirklich um etwas geht, ist der Ingenieur in der Verpflichtung zu sagen, da kommt jetzt was. Dass das nicht passiert, ist einfach amateurhaft.“
Antonelli baut WM-Führung aus
Trotz des Zeitverlusts durfte Mercedes am Ende dennoch jubeln. Kimi Antonelli sicherte sich hinter Rennsieger Lando Norris und Max Verstappen den dritten Platz und verteidigte damit seine Führung in der Weltmeisterschaft.
Mit einem Vorsprung von 50 Punkten auf seinen ersten Verfolger Lewis Hamilton reist der Italiener in die Sommerpause. Noch zwölf Rennen stehen in der laufenden Formel-1-Saison auf dem Programm.
Nach der kurzen Sommerpause gastiert die Formel 1 am 23. August beim Grand Prix der Niederlande in Zandvoort. Dort will Antonelli seine starke Saison fortsetzen – während Toto Wolff wohl hofft, dass künftig alle Teams den Kampf um die Spitze etwas aufmerksamer verfolgen.

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