Die Iberer bekommen dabei royale Unterstützung ihres Königs Felipe VI., während Argentinien ohne sein Staatsoberhaupt auskommen muss. Javier Milei bleibt dem Endspiel aus “Aberglauben” fern, wie der Präsident erklärte. Sein Amtskollege Donald Trump gibt indes die Premiere bei “seinem” Heimturnier.
Bisher hatte sich Trump bei keinem der 102 WM-Spiele gezeigt, am Sonntag ist es in East Rutherford nahe New York so weit. Gemeinsam mit FIFA-Präsident Giovanni Infantino wird der 80-Jährige nicht zuletzt anlässlich der Pokalübergabe an die Gewinner in die Kamera lächeln. Das Weiße Haus bestätigte das Kommen Trumps. “Seine Teilnahme wird den Höhepunkt einer Weltmeisterschaft bilden, die die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste in der Geschichte der USA war”, sagte US-Präsidentensprecherin Karoline Leavitt.
Milei, ein politischer Verbündeter Trumps, wird sich das Finale hingegen aus der Ferne gönnen. “Nein, auf keinen Fall”, antwortete der 55-Jährige in einem Interview des Radiosenders “El Observador” auf die Frage, ob er zum Endspiel in die USA reisen werde. Vielmehr werde er das Spiel wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete er mit “Ja”.
Milei will auch möglicher Titelfeier fernbleiben
Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinales gegen die Schweiz (3:1 n.V.) habe er sie kurz ausgezogen. “Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen”, sagte Milei. Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stelle er den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. “An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen”, sagte Milei.
Von spanischer Seite wird nicht nur der König die Daumen drücken, sondern auch der Ministerpräsident. Pedro Sanchez gilt als Kritiker von Trump, die Beziehungen zwischen dessen Regierung und jener Spaniens sind seit Längerem angespannt. Sanchez ist ein scharfer Kritiker des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran. Beim NATO-Gipfel in Ankara nannte Trump Spanien einen “schrecklichen NATO-Partner” und kündigte an, sein Land werde “sofort” alle Handelsbeziehungen mit dem EU-Mitgliedstaat abbrechen. Sanchez versicherte in Ankara ein paar Stunden später, Spaniens Beziehungen zu den USA seien “sehr positiv”.

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