Es geht um lediglich drei Minuten – und dennoch gehört die von der FIFA verpflichtende Trink- und Kühlpause zu den umstrittensten Themen dieser Fußball-WM. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die Maßnahme tatsächlich dem Schutz der Profis dient oder ob das wirtschaftliche Interessen eine ebenso große Rolle spielt.
Für alle 104 Spiele des Turniers wurden Unterbrechungen in der 22. und 67. Minute vorgeschrieben. Die Regel gilt unabhängig von den jeweiligen Wetterbedingungen und wird somit auch in klimatisierten Stadien angewendet. Die FIFA verweist auf Erfahrungen aus früheren Turnieren in den USA, bei denen hohe Temperaturen immer wieder zu Belastungen für die Spieler geführt hatten. Nach Forderungen von Trainern und der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO entschied sich der Weltverband daher für eine einheitliche Regelung.
Heftige Kritik
Kritiker vermuten hinter der Regelung allerdings weniger den Spielerschutz als zusätzliche Werbeeinnahmen. „Die FIFA versucht doch einfach nur, jeden Cent zu lukrieren, der irgendwie möglich ist“, schreibt etwa ein Nutzer auf X. Ein anderer kommentiert: „Trinkpausen bei hohen Temperaturen? Ja, auf jeden Fall. Aber in geschlossenen, klimatisierten Stadien zerstört das nur den Spielfluss.“
„Relativ kühl“ in Houston
Unbestritten ist dabei, dass Trinkpausen bei großer Hitze unverzichtbar sind, um die Gesundheit und den Schutz der Spieler zu gewährleisten. Ob dieselbe Regel auch in den bereits angesprochenen vollklimatisierten Stadien notwendig ist, bleibt fraglich. Deutschlands Stürmer Kai Havertz bemerkte nach dem Spiel im NRG Stadium in Houston etwa, dass es dort „relativ kühl“ gewesen sei.
Was denken Sie über die verpflichtende Trinkpause? Schreiben Sie es in die Kommentare!

Kommentare
Lädt Kommentare...