Wie der iranische Botschafter in Mexiko bekanntgab, dürfen die Spieler jeweils erst am Spieltag in die USA einreisen. Direkt nach dem Schlusspfiff müssen sie wieder zurück nach Mexiko, wo das Team sein WM-Quartier aufgeschlagen hat.
Einreisen, spielen, wieder raus
Statt eines Trainingslagers in den USA bereitet sich der Iran im mexikanischen Grenzort Tijuana auf die Weltmeisterschaft vor. Von dort reist die Mannschaft nur für ihre Partien nach Los Angeles oder Seattle an – und kehrt anschließend sofort zurück. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen Washington und Teheran. Die Einreise der iranischen Delegation sorgte deshalb bereits im Vorfeld für heftige Diskussionen.
Visa-Ärger vor dem Start
Zusätzlichen Ärger gibt es bei den Funktionären: Laut iranischen Angaben warten noch immer 15 Verbandsvertreter auf ihre US-Visa. Betroffen sein soll sogar Verbandspräsident Mehdi Tadsch. Ob alle Offiziellen rechtzeitig zum ersten WM-Auftritt des Iran einreisen dürfen, ist derzeit offen.
Sport im Schatten der Politik
Sportlich trifft der Iran in der Gruppenphase auf Neuseeland, Belgien und Ägypten. Doch schon vor dem ersten Anpfiff sorgt das Team für Schlagzeilen. Während andere Nationen entspannt ihre WM-Camps beziehen, heißt es für die Iraner: Koffer packen, einreisen, spielen – und sofort wieder zurück über die Grenze. Die WM wird damit einmal mehr zur politischen Bühne – lange bevor der Ball überhaupt rollt.

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