Verteidiger Phillipp Mwene ist überzeugt, dass genau diese Spielweise Spanien Probleme bereiten kann. „Wir haben bei dieser WM noch nicht unser wahres Gesicht gezeigt”, sagt der Mainz-Legionär. In der EM-Qualifikation und bei der Europameisterschaft sei das aggressive Anlaufen die größte Stärke Österreichs gewesen. „Mit unserem Pressing können wir Spanien am ehesten ärgern.”
Wo ist der Druck?
Stichwort Pressing: Wirklich aufs Feld gebracht haben die Österreicher den großen Druck auf den Ballführenden im WM-Verlauf bisher noch nicht – was aber das eigentliche Markenzeichen des ÖFB-Teams und eine der Kernkompetenzen von Teamchef Ralf Rangnick ist. „Unser Pressing ist noch nicht so gut zur Geltung gekommen, aber wir wollen auf jeden Fall wieder dahinkommen”, sagte Mwene. Er habe nicht den Eindruck, dass das Team körperlich in einer schlechteren Verfassung sei als in den vergangenen Monaten, ergänzte Florian Grillitsch. „Unser Plan ist klar, unsere Identität, Energie und Intensität reinzubringen”, erklärte der Mittelfeldmann. „Jeder wird rennen, bis er umfällt.”
„Spanien eine der besten Mannschaften der Welt“
Auch Florian Grillitsch sieht den Schlüssel im mutigen Auftreten. Zwar sei Spanien am Ball eine der besten Mannschaften der Welt, verstecken wolle sich Österreich aber keinesfalls. “Unser Plan ist klar: Wir müssen unsere Identität, unsere Energie und unsere Intensität auf den Platz bringen. Jeder wird rennen, bis er umfällt”, kündigt der Mittelfeldspieler an. Gleichzeitig müsse das ÖFB-Team aber auch selbst Ballbesitzphasen schaffen, um sich gegen die spielstarken Spanier Luft zu verschaffen.
Yamal im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit gilt Wunderkind Lamine Yamal. Der 18-jährige Barcelona-Star zählt zu den gefährlichsten Offensivspielern des Turniers. Mwene weiß, dass man ihn kaum komplett ausschalten kann. Ziel sei es deshalb, ihn auf seinen schwächeren Fuß zu zwingen, ihm möglichst wenig Raum zu geben und ihn mit gemeinsamer Defensivarbeit einzuschnüren. “Alleine ist er kaum zu stoppen, das geht nur als Mannschaft.”
72-jährige Durststrecke ist zu Ende
Für Österreich ist es das erste K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit 1954 – entsprechend groß ist die Vorfreude. Die Devise im ÖFB-Lager ist klar: Ohne Angst, mit Vollgas und der Hoffnung auf das nächste WM-Märchen soll nun auch der Europameister zu Fall gebracht werden.

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