Wie die Unwetterzentrale (UWZ) berichtete, handelte es sich in Wien um eine „regelrechte Wasserbombe“. Vielerorts fielen innerhalb kurzer Zeit zwischen 30 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter, im Bezirk Döbling wurden sogar insgesamt 48 Liter gemessen.

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Überflutete Straßen und hunderte Feuerwehreinsätze

Besonders betroffen waren mehrere Wiener Bezirke. Überflutete Unterführungen und Straßen sorgten für erhebliche Verkehrsprobleme. Am Schwarzenbergplatz fielen zeitweise die Ampeln aus, während sich in Döbling zahlreiche Straßen in regelrechte Wasserläufe verwandelten. Bilder aus der Mooslackengasse zeigten, wie Fahrzeuge in den Wassermassen stecken blieben.

Laut Heute musste die Wiener Berufsfeuerwehr innerhalb weniger Stunden rund 250 Alarmierungen abarbeiten. Unter anderem rückten Einsatzkräfte zu überfluteten Unterführungen am Praterstern, in der Forsthausgasse in Brigittenau sowie in der Ketzergasse in Liesing aus. In Döbling blieb zudem ein BMW in einer überfluteten Unterführung stecken, der Fahrer konnte sich selbst in Sicherheit bringen.

Für zusätzliche Belastungen sorgten Hagel, Blitzschläge und kräftige Windböen. Die Behörden warnten vor Überflutungen, umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen. Bürger wurden aufgefordert, unnötige Autofahrten zu vermeiden und bei Gewittern Schutz in Gebäuden oder Fahrzeugen zu suchen.

Flughafenbetrieb kurzzeitig unterbrochen

Wie die Kronen Zeitung berichtete, blieb auch der Flugverkehr von den Auswirkungen des Unwetters nicht verschont. Am Flughafen Wien wurde der Betrieb auf dem Vorfeld aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt, nachdem sich eine Gewitterzelle im Umkreis von fünf Kilometern befand. Während des sogenannten Sicherheitsstopps durften weder Mitarbeiter noch Passagiere das Vorfeld betreten. Nach rund 20 bis 30 Minuten konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Wetterlage bleibt angespannt

Der ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber meldete auf der Plattform X lokal sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen innerhalb der Stadt. Während auf der Hohen Warte 36 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde registriert wurden, fiel in Unterlaa nahezu kein Niederschlag. Gleichzeitig sank die Temperatur in Teilen Wiens innerhalb kurzer Zeit um zwölf Grad.

Meteorologen führen die heftigen Gewitter auf das Zusammenspiel feucht-warmer Luft mit einer instabilen Wetterlage zurück. Besonders gefährlich seien langsam ziehende Gewitterzellen, die innerhalb kurzer Zeit enorme Regenmengen bringen können.

Für Samstag wird zunächst sonniges und trockenes Wetter erwartet. Im Tagesverlauf könnten sich jedoch erneut kräftige Regenschauer und Gewitter entwickeln. Erst zu Beginn der kommenden Woche rechnen Meteorologen mit einer nachhaltigen Beruhigung der Wetterlage.