Im Zentrum der Finanzierungsrunde steht eine tiefgreifende Partnerschaft mit Amazon. Der US-Konzern steuert allein 50 Milliarden Euro bei und wird damit zum zentralen Infrastrukturpartner von OpenAI. Geplant ist der Aufbau einer neuen, zustandsbehafteten Laufzeitumgebung („stateful runtime environment“), die künftig über Amazons Cloud-Plattform AWS sowie das KI-Angebot Bedrock betrieben werden soll.

Auch ein bereits bestehender Compute-Deal wird massiv ausgeweitet: Aus einem Volumen von 38 Milliarden Dollar wird eine Vereinbarung im Umfang von 138 Milliarden Dollar. Zudem verpflichtet sich OpenAI zur Abnahme gewaltiger Rechenkapazitäten.

30 Milliarden von Nvidia und Softbank

Nvidia beteiligt sich mit 30 Milliarden Euro an der Kapitalrunde. Detaillierte Vertragsinhalte wurden nicht veröffentlicht.

Mit ebenfalls 30 Milliarden Euro beteiligt sich SoftBank an der Finanzierungsrunde. Der japanische Technologiekonzern, bekannt für strategische Großwetten auf Zukunftstechnologien, positioniert sich damit klar im KI-Machtgefüge.

Die aktuelle Bewertung von 840 Milliarden Euro hebt OpenAI in eine Liga mit den größten Plattformunternehmen der Welt – und das noch vor einem möglichen Börsengang.

Nutzerwachstum auf historischem Niveau

Parallel zur bemerkenswerten Kapitaloffensive meldet OpenAI neue Nutzungsrekorde. ChatGPT erreicht mittlerweile rund 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer. Im Oktober 2025 lag die Zahl noch 100 Millionen niedriger, im Februar desselben Jahres sogar nur bei der Hälfte.

Zugleich zählt das Unternehmen 50 Millionen zahlende Privatkunden sowie 9 Millionen Unternehmenskonten. Die Dynamik unterstreicht, dass sich künstliche Intelligenz von einer Spezialtechnologie zu einem globalen Alltagswerkzeug entwickelt hat.