Laut Financial Times beschwerten sich einige EZB-Mitarbeiter in internen Foren über eine angebliche Ungleichbehandlung bei der Vergütung der Präsidentin durch die BIZ. Die Zahlungen stünden im Einklang mit dem Verhaltenskodex für ranghohe Beamte der Europäischen Zentralbank, betont Lagarde.

Sie hatte auf eine Anfrage von Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament am Freitag offengelegt, dass sie für ihre Tätigkeit als Mitglied im Board der BIZ im Jahr 2025 insgesamt 130.457 Franken (142.857 Euro) erhalten hat.

Verhaltenskodex für ranghohe EZB-Beamte

Der Verhaltenskodex für ranghohe EZB-Beamte unterscheide sich in einigen Punkten von den für EZB-Mitarbeitern geltenden Regeln. Er erlaube es unter anderem den Mitgliedern des EZB-Rats, offizielle Mandate wahrzunehmen. In dem Kodex heißt es: “Mitglieder und Stellvertreter können eine Vergütung und die Erstattung von Auslagen für private Tätigkeiten annehmen, sofern diese Vergütung und diese Auslagen im Verhältnis zur erbrachten Leistung stehen und innerhalb des üblichen Rahmens liegen.”

Da die Tätigkeit mit der Wahrnehmung von Aufgaben im Zusammenhang mit der BIZ verbunden sei und nicht von der EZB vergütet werde, sei sie nicht in den Anmerkungen zum EZB-Jahresabschluss aufgenommen worden, in denen die Vergütung der Mitglieder des EZB-Direktoriums aufgeführt ist, erklärte Lagarde. Die BIZ in Basel fungiert als eine Art “Zentralbank der Zentralbanken”. Sie fördert die internationale Währungs- und Finanzstabilität, dient als Forum für Zentralbanken und verwaltet Teile ihrer Währungsreserven.