2.000 Jobs weg: ams-Osram macht ernst
Der Halbleiter- und Sensorspezialist ams-Osram kommt auch zu Beginn des Jahres 2026 nicht aus der Krise. Zwar zeigen einzelne Geschäftsfelder Stabilisierung, doch unter dem Strich bleibt der Druck hoch.
ams-Osram baut weltweit rund 2.000 Stellen ab – der Standort Premstätten bleibt vom Sparprogramm verschont.IMAGO/Ardan Fuessmann
Vor diesem Hintergrund hat der Konzern angekündigt, weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze abzubauen – schwerpunkt in Europa und Asien. Der heimische Standort bleibt verschont.
Umsatzrückgang trotz wachsendem Kerngeschäft
Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste ams-Osram einen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken auf rund 3,32 Milliarden Euro, was einem Minus von etwa 3 Prozent entspricht. Als Hauptgrund gilt der schwache US-Dollar, der die Ergebnisse belastete. Gleichzeitig entwickelte sich das eigentliche Chip-Kerngeschäft deutlich robuster und legte währungsbereinigt um rund 7 Prozent zu.
Trotz dieser operativen Fortschritte schloss der Konzern das Jahr mit einem Verlust von 129 Millionen Euro ab. Immerhin stellt dies eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr dar, in dem das Minus noch bei 785 Millionen Euro gelegen hatte. Auch das vierte Quartal 2025 fiel stabiler aus als erwartet: Mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro erreichte ams-Osram das obere Ende der Prognosespanne.
Zehn Prozent der Belegschaft betroffen
Ungeachtet dieser Lichtblicke bleibt der Konsolidierungsdruck hoch. Der Konzern plant in den kommenden drei Jahren den Abbau von jeweils 1.000 Stellen in Europa und Asien. Insgesamt entspricht dies rund zehn Prozent der weltweiten Belegschaft.
Österreich soll von diesen Maßnahmen nicht betroffen sein. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass der Standort Premstätten bei Graz vom globalen Stellenabbau ausgenommen bleibe. Vielmehr setze der Konzern dort weiterhin auf gezielte Investitionen. In Premstätten sind aktuell rund 1.370 Mitarbeiter beschäftigt.
Sparprogramm und strategische Verkäufe
Parallel zum Stellenabbau will ams-Osram seine Kostenbasis weiter senken. Vorstandschef Aldo Kamper kündigte an, bis 2028 Einsparungen von rund 200 Millionen Euro umzusetzen. Bestandteil dieser Strategie ist auch der bereits verkündete Verkauf von Teilen des Sensorgeschäfts an Infineon.
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