Die Stellantis-Bilanz wurde im vergangenen Jahr durch Wertberichtigungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro massiv belastet. Ein erheblicher Teil dieser Summe hängt mit der Neubewertung der bisherigen Elektrifizierungsstrategie zusammen. Hintergrund ist insbesondere der Richtungswechsel in der US-Politik: Förderprogramme für Elektrofahrzeuge wurden gekürzt, regulatorische Vorgaben angepasst, die Nachfrage im wichtigen nordamerikanischen Markt schwächte sich spürbar ab.

Qualität als zusätzlicher Belastungsfaktor

Neben den strategischen Anpassungen verweist Konzernchef Antonio Filosa auch auf Defizite bei der Fahrzeugqualität. Diese hätten zusätzliche Kosten verursacht und das operative Geschäft belastet. Interne Sparprogramme der Vergangenheit, so die Einschätzung aus dem Management, hätten teilweise negative Spuren hinterlassen.

Elektrowende unter wirtschaftlichem Druck

Stellantis reagiert u.a. mit einer Anpassung seiner Modellstrategie: Elektromodelle werden reduziert oder verschoben, gleichzeitig rücken wieder stärker Verbrenner- und Hybridvarianten in den Fokus. Produktionsstrukturen und Lieferketten werden neu ausgerichtet, um flexibler auf Marktbewegungen reagieren zu können.

Auch andere US-Hersteller wie General Motors und Ford Motor Company mussten zuletzt Milliardenbeträge auf ihre Elektrosparte abschreiben. Der ursprünglich als unumkehrbar geltende Transformationspfad erweist sich damit als deutlich kostenintensiver und risikobehafteter als eigentlich angenommen.