Die Bundesregierung greift tief in den Etat, um Wasserstoffprojekte zu unterstützen. Insgesamt 275 Millionen Euro sollen fließen. Ein Schwerpunkt liegt in Hallein, wo eine Kooperation zwischen Verbund und AustroCel auf den Aufbau einer Anlage zur Herstellung von e-Methanol setzt. Für dieses Vorhaben sind 100 Millionen Euro vorgesehen.

Geplant ist dort eine Elektrolyseleistung von 20 MW. Jährlich sollen rund 2.600 Tonnen Wasserstoff erzeugt werden. Nach Angaben des Energieministeriums würde damit die heimische Produktion um etwa 60 % steigen.

Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) erklärte dazu: „Projekte wie jenes in Hallein – mit 20 MW Elektrolyse, rund 2.600 Tonnen Wasserstoff pro Jahr und einer Erhöhung der heimischen Wasserstoffproduktion um etwa 60 Prozent – stärken wir unseren Industriestandort.“ Grüner Wasserstoff spiele eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung energieintensiver Branchen.

Die Technologie befindet sich allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase. Produktionskapazitäten, Netzinfrastruktur und Speichermöglichkeiten stehen erst am Anfang. Der staatliche Impuls soll hier offenbar den Markthochlauf beschleunigen.

OMV plant Großanlage in Niederösterreich

Bereits Anfang Januar wurde ein weiteres Großprojekt publik: Die OMV erhielt von der Republik Österreich eine Produktionsförderung von bis zu 123 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet.

In Bruck an der Leitha entsteht bis Ende 2027 eine Anlage mit 140 MW Leistung. Die Jahreskapazität soll bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff erreichen. Damit zählt das Projekt zu den größten seiner Art in Europa.

Nach Unternehmensangaben könnte die Raffinerie Schwechat durch den Einsatz des erzeugten Wasserstoffs jährlich bis zu 150.000 Tonnen CO₂ einsparen. Die Anlage ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Umstellung industrieller Prozesse auf emissionsärmere Energieträger.

Auch Deutschland setzt auf Subventionen

Nicht nur Österreich, auch Deutschland investiert erhebliche Summen in wasserstoffbasierte Technologien. Im Rahmen des europäischen Förderinstruments IPCEI („Important Project of Common European Interest“) erhält die BMW AG rund 273 Millionen Euro.

Beteiligt sind das Bundesministerium für Verkehr sowie das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Der Bund übernimmt etwa 191 Millionen Euro, der Freistaat Bayern rund 82 Millionen Euro.

Gefördert wird insbesondere die Forschung und Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie. BMW sieht darin ein Signal für die Bedeutung technologischer Innovationen und für die Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren an wasserstoffbasierten Antriebssystemen und will damit alternative Mobilitätslösungen etablieren.