Im Prospekt des Discounters findet sich auf Seite 21 ein eher ungewöhnliches Angebot: Gleich drei Cannabissorten werden beworben, darunter „LA Kush Cake“, „White Runtz“ und „Sour Diesel“. Netto beschreibt die Samen als „hochwertiges Saatgut aus kontrollierter Herkunft“ und verweist auf eine „hohe Keimkraft und stabile Genetik“. Für 14,99 Euro enthält eine Packung drei Samen, vorgesehen „für den legalen Eigenanbau im Innen- und Außenbereich“. Passend zum möglichen neuen grünen Hobby bietet Netto im selben Prospekt Blumenerde, Blumentöpfe und weiteres Zubehör an – damit der legalen Ernte nichts im Wege steht.

Seite 21 im Netto-ProspektNIUS/NIUS

Rechtlich ist der Verkauf von Samen nicht verboten. Nach dem Cannabisgesetz dürfen Erwachsene in Deutschland bis zu drei Cannabispflanzen gleichzeitig zum Eigenkonsum anbauen; zudem ist die Einfuhr von Cannabis-Samen aus EU-Mitgliedstaaten für den privaten Eigenanbau zulässig, auch per Versand. Das Gesetz verlangt allerdings, dass Pflanzen, Samen und Ernte vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte geschützt werden.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.