Absatz brach 2025 stark ein: Deutsche Autoindustrie im Härtetest
Der globale Automarkt ist in Bewegung – und für die deutschen Hersteller wird der Ton rauer. Während neue Anbieter, insbesondere aus China, mit aggressiver Preisgestaltung und immer besserem technischen Gesamtpaket auftreten, geraten die etablierten Konzerne zunehmend unter Druck. Die jüngsten Absatzzahlen für 2025 zeigen: Volkswagen und Mercedes-Benz mussten weltweit Rückgänge hinnehmen. Nur BMW gelang es, sich im Plus zu halten.
Der Volkswagen-Konzern brachte im Jahr 2025 weltweit 8,98 Millionen Fahrzeuge auf die Straße – ein leichtes Minus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Deutlich stärker traf es Mercedes-Benz. Die Stuttgarter lieferten rund 2,16 Millionen Pkw und Vans aus – ein Rückgang von etwa 10 %. Besonders schmerzhaft waren die Verluste in den beiden wichtigsten Auslandsmärkten.
Preis-Leistung entscheidet – nicht Tradition
Vor allem der chinesische Markt entwickelt sich zunehmend zum Stresstest für deutsche Autobauer. Der VW-Konzern setzt dort 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge ab, 8 % weniger als im Jahr zuvor. Bei Mercedes, lag das Minus mit knapp 552.000 verkauften Pkw bei alarmierenden 19 %.
Der Grund liegt weniger in kurzfristigen Konjunkturschwächen, sondern im verschärften Wettbewerb. Chinesische Hersteller drängen mit modernen Elektrofahrzeugen, umfangreicher Serienausstattung und attraktiven Preisen auf den Markt. Gegen dieses Gesamtpaket wirken deutsche Modelle nicht wettbewerbsfähig – trotz hoher Verarbeitungsqualität und starker Markenimages.
Zölle und Förderstopp verschärfen die Lage
Auch in den Vereinigten Staaten blieben die Zahlen enttäuschend. Volkswagen verzeichnete dort einen Rückgang der Auslieferungen um über 10 %, Mercedes um 12 %. Neben neuen Importzöllen wirkte sich insbesondere das Ende staatlicher Förderprogramme für Elektrofahrzeuge negativ aus. Für Hersteller mit vergleichsweise hohen Produktionskosten wurde der Markteintritt dadurch nochmals schwieriger.
BMW als Ausnahme: Stabile Märkte gleichen China-Schwäche aus
Etwas besser schlug sich BMW. Die Münchner steigerten ihre globalen Auslieferungen leicht um 0,5 % auf 2,46 Millionen Fahrzeuge. Zwar belastete auch hier das schwächere China-Geschäft, doch solide Verkäufe in Europa und den USA sowie eine stabile Nachfrage bei der Marke Mini verhinderten einen Rückgang.
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