Genau hier setzt nun eine groß angelegte Initiative der Österreichischen Nationalbank (OeNB) an: Mit neuen Bankomaten soll die Versorgung im ländlichen Raum deutlich verbessert werden.

Erste Standorte bereits in Betrieb

In Oberösterreich haben zuletzt fünf neue Bankomaten den Betrieb aufgenommen . Sie befinden sich in Oftering (Bezirk Linz-Land), Edt bei Lambach (Bezirk Wels-Land), Pfaffstätt (Bezirk Braunau) sowie in Vichtenstein und St. Willibald (Bezirk Schärding). Weitere werden folgen: Für das Bundesland sind insgesamt neun Standorte vorgesehen. Welche Orte konkret berücksichtigt werden, steht derzeit noch nicht fest – entsprechende Gespräche laufen. Die Auswahl erfolgt gezielt nach einem klaren Kriterium: Vorrang haben Gemeinden, in denen der Weg zum nächsten Geldautomaten besonders weit ist.

Lange Wege als zentrales Problem

Wie groß der Bedarf ist, zeigt ein konkretes Beispiel: In St. Willibald mussten Einwohner bislang fast zehn Kilometer zurücklegen, um Bargeld zu beziehen.

Mit dem neuen Bankomaten – untergebracht im ehemaligen Feuerwehrhaus – verbessert sich die Versorgung nun spürbar.

Teil einer größeren Strategie

Die Maßnahme ist Bestandteil einer umfassenden Bankomaten-Offensive, die die Österreichische Nationalbank (OeNB) derzeit vorantreibt.

Bis 2027 sollen österreichweit 120 neue Geräte installiert werden. Ziel ist es, die Bargeldversorgung dauerhaft sicherzustellen – gerade in Regionen, in denen Bankfilialen zunehmend verschwinden.

Bargeld bleibt gefragt

Die Initiative kommt nicht von ungefähr. Bereits 2022 unterzeichneten mehr als 530.000 Menschen das Volksbegehren „Für uneingeschränkte Bargeldzahlung“. Diese Zahlen verdeutlichen: Bargeld spielt weiterhin eine zentrale Rolle im Alltag vieler Österreicher, auch wenn in der Eurozone eine digitale Agenda vorangetrieben wird.

Aktuell wird auf europäischer Ebene über die Einführung eines digitalen Euro diskutiert. Als möglicher Zeitpunkt für eine Einführung wird derzeit das Jahr 2029 genannt. Ob und in welcher Form diese digitale Währung tatsächlich kommt, liegt jedoch beim Europäischen Parlament und Rat im laufenden Gesetzgebungsverfahren.