Bis zu 140 Euro mehr: Netzkosten belasten Haushalte massiv
Entlastung sieht anders aus: Während Politik und Behörden von Umbau und Energiewende sprechen, steigen für viele Haushalte die Fixkosten – beim Gas besonders stark.
Für alle Gaskunden gibt es schlechte Nachrichten. Die Netzkosten steigen 2026 spürbar, in manchen Bundesländern sogar massiv. Besonders betroffen sind Niederösterreich, Kärnten, die Steiermark und das Burgenland. Dort müssen Verbraucher im Schnitt zwischen 100 und 140 Euro mehr pro Jahr bezahlen als noch im abgelaufenen Jahr. In den übrigen Bundesländern fallen die Mehrkosten mit 29 bis 85 Euro pro Jahr etwas geringer aus – bleiben aber dennoch spürbar.
Die Ursache liegt laut E-Control in einer strukturellen Entwicklung: Immer weniger Haushalte nutzen Gas, die Kosten für Wartung und Betrieb der Netze bleiben jedoch bestehen. Diese Fixkosten müssen daher auf einen immer kleineren Kundenkreis aufgeteilt werden – mit entsprechend steigenden Tarifen.
Strom: Regionale Unterschiede und nur kurze Entlastung
Auch beim Strom gibt es regionale Unterschiede, allerdings mit einem anderen Hintergrund. Der Stromverbrauch ist nicht zurückgegangen, allerdings mussten die Netze gewartet und ausgebaut werden – etwa für den Anschluss von Photovoltaik-Anlagen.
Im Burgenland müssen Haushalte mit durchschnittlich 58 Euro Mehrkosten pro Jahr rechnen. In Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol steigen die Stromnetzkosten moderater, im Schnitt um 9 bis 36 Euro jährlich. In anderen Bundesländern sinken die Kosten sogar: In Salzburg zahlen Haushalte heuer rund 36 Euro weniger.
Eine kurzfristige Entlastung gibt es bei der Elektrizitätsabgabe, die 2026 reduziert wird. Ein Durchschnittshaushalt soll dadurch 40 bis 60 Euro sparen. Diese Maßnahme ist jedoch zeitlich befristet und gilt nur für dieses Jahr.
Unterm Strich bleibt: Während einzelne Abgaben sinken, steigen die Fixkosten dauerhaft – vor allem für jene, die weiterhin auf Gas angewiesen sind.
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