Die finanzielle Zukunft Österreichs wird zunehmend zur Belastungsprobe. Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zur langfristigen Entwicklung der öffentlichen Finanzen zeigt einen markanten Anstieg des Defizits, der Schuldenquote und der Zinsausgaben, berichtete Selektiv. Besonders die demografieabhängigen Ausgaben entwickeln sich dynamisch: Pensionen, Gesundheit, Pflege, Bildung und Familienleistungen machen derzeit 31,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Bis 2030 sollen sie auf 32 Prozent steigen, bis 2060 sogar auf 34,6 Prozent des BIP.

Ein zentraler Kostentreiber sind die Zinsausgaben. Das Finanzministerium rechnet damit, dass sie bis 2060 von aktuell 1,7 Prozent auf 5,2 Prozent des BIP anwachsen. Damit würde ein immer größerer Teil des Budgets allein für den Schuldendienst aufgewendet – Geld, das für Investitionen oder Entlastungen fehlt.

Alarmierende Schuldenquote

Besonders alarmierend ist der Blick auf die Schuldenquote. Ohne Konsolidierungsmaßnahmen könnte sie bis 2060 auf über 250 Prozent des BIP explodieren. Selbst unter dem derzeit beschlossenen budgetären Rahmen bis 2029 ist keine Entspannung in Sicht: Bereits dann soll die Schuldenquote 148,2 Prozent erreichen.