Zangerl erinnert sich an die Unsicherheit jener Zeit, zeigt sich heute jedoch erleichtert, dass die Pandemie überwunden ist. Befürchtungen, Masken und Einschränkungen könnten dauerhaft bleiben, hätten sich nicht bewahrheitet. Gleichzeitig habe sich die Welt verändert: Der Krieg in der Ukraine, wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Preise belasten auch den Tourismus. Skipässe wurden teurer, in Ischgl kostet ein Tag mittlerweile knapp 80 Euro. Dennoch blieb ein massiver Gästerückgang bislang aus.

Auffällig ist vielmehr eine Verschiebung der Besucherstruktur. Während früher vor allem deutsche Gäste das Bild prägten, kommen heute auch verstärkt Urlauber aus den USA. Zangerl führt das auf einen Bericht des US-Senders CNN zurück, der während der Pandemie über Ischgl und das „Kitzloch“ berichtete. “Die Amerikaner rennen uns die Bude ein und erzählen, dass sie in der Pandemie über uns gelesen hatten. Viele zeigen sich überrascht, weil sie sich alles viel größer vorgestellt hatten im „Kitzloch“ und in Ischgl. Aber sie sind begeistert”, erzählt Zangerl im Interview mit Focus.

Tourismusgeschäft boomt im Dezember

Trotz hoher Preise sieht Zangerl Ischgl gut positioniert: “Die Urlauber wissen, dass so etwas schnell dreimal mehr als ein Badeurlaub am Gardasee kosten kann. Sie stellen sich auf teure Preise ein und verzichten notfalls auf andere Dinge, um sich den Winterurlaub leisten zu können. Klar ist auch, dass nicht jeder sich einen Skiurlaub leisten kann.” Für eine Bilanz der Wintersaison dürfte es zwar noch zu früh sein, aber laut Zangerl gibt es im Dezember einen Zulauf, “der so groß ist wie noch nie zuvor.”