Computer bald Luxus? Experten warnen vor massivem Preisanstieg
Der weltweite PC-Markt steht laut Experten vor einem schwierigen Jahr. Analysten des US-Marktforschungsunternehmens Gartner prognostizieren für 2026 einen deutlichen Rückgang der Computerverkäufe – so stark wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Das berichtet das serbische Medium Blic.
In ihrem jüngsten Bericht gehen die Marktforscher davon aus, dass die globalen PC-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 10,4 Prozent sinken könnten. Hauptursache ist eine zunehmende Krise auf dem Markt für Speicherkomponenten, die die Preise zentraler Hardware deutlich nach oben treibt.
Preissteigerung bei RAM und SSD von bis zu 130 Prozent
Besonders betroffen sind laut Gartner Arbeitsspeicher (RAM) und Datenspeicher (SSD). Für diese Bauteile erwarten die Analysten bis Ende des Jahres Preissteigerungen von bis zu 130 Prozent. Da Speicherkomponenten einen wesentlichen Anteil an den Produktionskosten moderner Computer ausmachen, dürften auch die Preise für fertige Geräte deutlich anziehen.
Nach Einschätzung der Experten könnten PC- und Laptoppreise um bis zu 17 Prozent steigen. Das dürfte nicht nur Hersteller unter Druck setzen, sondern auch die Nachfrage spürbar dämpfen. Viele Verbraucher dürften geplante Anschaffungen verschieben oder ganz darauf verzichten.
Die Entwicklung könnte zudem das Angebot neuer Geräte einschränken. Wenn wichtige Komponenten teurer werden, bringen Hersteller oft weniger Modelle auf den Markt oder verzögern Produktstarts.
Eine direkte Folge: Computer werden länger genutzt. Gartner erwartet, dass sich die durchschnittliche Nutzungsdauer von PCs bei privaten Anwendern um rund 20 Prozent verlängert. Für die Branche bedeutet das eine zusätzliche Belastung – denn weniger Neuanschaffungen führen zu weiter sinkenden Verkaufszahlen.
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