Nach Angaben der Gemeinde betrifft der Angriff ausschließlich das interne Netzwerk der Gemeinde. Die öffentliche Versorgung sowie kritische Infrastruktur seien nicht beeinträchtigt. Unmittelbar nach Entdeckung der Attacke wurden Polizei und zuständige Fachstellen informiert. Sicherheitsmaßnahmen wurden aktiviert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Derzeit arbeiten externe IT-Spezialisten gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung an der Analyse des Vorfalls. Ziel ist es, die Systeme kontrolliert und sicher wieder hochzufahren. Während der Amtszeiten bleibt die Gemeinde telefonisch erreichbar. Von elektronischer Kommunikation per E-Mail wird vorübergehend abgeraten. Details zum Ablauf oder zur Art des Angriffs gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht bekannt.

Kein isolierter Vorfall

Der Cyberangriff auf Langenzersdorf steht nicht für sich allein. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Gemeinden und öffentliche Einrichtungen in Österreich Ziel digitaler Attacken geworden. So wurde im Februar 2024 das IT-System der Stadtgemeinde Korneuburg durch eine Verschlüsselungsattacke lahmgelegt. Auch die Therme Laa war damals betroffen. Verwaltungsprozesse mussten improvisiert werden, Anträge wurden zeitweise handschriftlich bearbeitet, digitale Abläufe waren blockiert. Solche Vorfälle zeigen, wie verwundbar kommunale Strukturen tatsächlich sind – es bedarf strikteren Sicherheitsmaßnahmen.

KI-gestützte Cyberangriffe mehren sich

Auch über die österreichischen Grenzen hinaus, ja, weltweit häufen sich digitale Angriffe. Besonders KI-gestützte Cyberangriffe nehmen zu. Der Global Threat Report 2026 des US-Sicherheitsunternehmens CrowdStrike weist darauf hin, dass die Zahl KI-gestützter Angriffe im Jahresvergleich um 89 Prozent gestiegen sind.

Angreifer nutzen Künstliche Intelligenz für Aufklärungszwecke, Identitätsdiebstahl und zur Verschleierung ihrer Aktivitäten. Darüber hinaus werden gezielt schädliche Prompts in generative KI-Systeme eingeschleust.