Nachdem die Suche nach einem geeigneten Grundstück über längere Zeit erfolglos geblieben war, setzt das Unternehmen auf eine umfassende Modernisierung des bestehenden Logistikzentrums in Wals-Siezenheim. Insgesamt 55 Millionen Euro fließen in das Projekt, das faktisch einem kompletten Neubau gleichkommt.

Post-Generaldirektor Walter Oblin beschreibt den Ansatz so: „Wir haben in Salzburg lange neue Grundstücke gesucht und nicht gefunden.“ Stattdessen werde nun am bestehenden Standort ein groß angelegter Umbau umgesetzt. „De facto ist es ein Neubau. Wir bauen in die Tiefe und in die Höhe, sehr nachhaltig und umweltverträglich.“

Vierfache Leistung durch neue Technik

Das Ziel des Projekts ist klar definiert: Die Leistungsfähigkeit des Standorts soll massiv gesteigert werden. Während aktuell rund 6.000 Pakete pro Stunde sortiert werden, soll die Kapazität künftig auf 24.000 Pakete pro Stunde steigen. Diese Vervierfachung soll durch moderne Automatisierung und neue Sortiertechnologien ermöglicht werden.

Automatisierung als Schlüssel zur Effizienz

Bereits im Bereich der Anlieferung wird die Infrastruktur so gestaltet, dass künftig autonome Fahrzeuge integriert werden können.

Darüber hinaus kommt erstmals in Österreich ein sogenannter Matrixsorter zum Einsatz. Dieses System unterscheidet sich grundlegend von klassischen Umlaufsystemen, da Pakete flexibel in der Fläche verteilt werden können. Das ermöglicht eine effizientere Nutzung des verfügbaren Raums und erhöht gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit der Anlage.

Umbau unter laufendem Betrieb

Eine besondere Herausforderung liegt in der Umsetzung des Projekts selbst. Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb, während parallel Teile der bestehenden Gebäude zurückgebaut werden. Unterstützt wird der Standort dabei temporär durch das Logistikzentrum in Thalgau.