Österreich steht vor einem massiven Ausbau der Windkraft: 214 zusätzliche Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 1.200 Megawatt sind bereits genehmigt. Laut IG Windkraft wären dafür Investitionen zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro erforderlich. Für die Branche ist das ein energiepolitisches Signal mit Sprengkraft.

Der Hintergrund ist klar: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Debatte über Versorgungssicherheit und Gasabhängigkeit neu entfacht. Gerade im Winter zeigt sich die Brisanz. Zwei Drittel der heimischen Windstromproduktion fallen in die kalte Jahreszeit – exakt dann, wenn rund 70 Prozent des Gasverbrauchs anfallen.

3,2 Terawattstunden Strom

Nach Berechnungen der Branche könnten die 214 neuen Anlagen im Winter rund 3,2 Terawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht in etwa dem gesamten Stromverbrauch Vorarlbergs. Windkraft wird damit als zentrale Stromerzeugungstechnologie für den Winter positioniert.

APA/APA/ROBERT JAEGER

Gleichzeitig fordern Vertreter der Energiewirtschaft mehr Verlässlichkeit und langfristige politische Rahmenbedingungen. Ohne klare Planbarkeit drohten Verzögerungen bei Investitionen.

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