Der Ausbau erneuerbarer Energie gewinnt in Österreich spürbar an Tempo – allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Bis 2030 sollen laut Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG) rund 27 Terawattstunden zusätzlicher Ökostrom erzeugt werden. Wie ungleich dies aktuell verteilt ist, zeigt ein Blick auf die Bundesländer: Niederösterreich liegt mit geplanten 6,14 Terawattstunden klar an der Spitze.

Besonders stark setzt das Bundesland auf Photovoltaik und Windkraft, die den größten Anteil am Wachstum ausmachen. Dahinter folgen Oberösterreich (4,50 TWh) und das Burgenland (4,46 TWh), wobei Letzteres vor allem bei der Windenergie stark punktet.

Selektiv/Selektiv

Auch die Steiermark zeigt mit 4,10 TWh ambitionierte Ausbaupläne, während Tirol mit 2,94 TWh stark auf Wasserkraft setzt. Kärnten kommt auf 2,25 TWh, Salzburg auf 1,10 TWh.

Wien deutlich abgeschlagen

Deutlich abgeschlagen sind hingegen Wien (0,77 TWh) und Vorarlberg (0,74 TWh). Gerade die Bundeshauptstadt hat aufgrund begrenzter Flächen weniger Möglichkeiten für große Projekte, setzt aber verstärkt auf Photovoltaik im urbanen Raum.

Die Zahlen zeigen: Während einige Bundesländer bereits auf einem guten Weg sind, bleibt der Ausbau in anderen Regionen eine Herausforderung. Entscheidend wird sein, ob die ambitionierten Ziele tatsächlich umgesetzt werden können.