Voraussetzung für den Zuschuss ist ein eigener Haushalt, die Volljährigkeit sowie der Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg. Die Einkommensgrenzen liegen bei 1.424 Euro für Alleinlebende und 1.862 Euro für Paare. Diese Schwellen sind jedoch keine starre Grenze: Leben weitere Erwachsene oder Kinder im Haushalt, erhöht sich der zulässige Betrag entsprechend. Pro Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird, steigt die Einkommensgrenze um 394 Euro, ohne Familienbeihilfe sogar um 635 Euro. Damit sollen auch Familien berücksichtigt werden, deren Einkommen auf dem Papier höher erscheint, real aber durch laufende Kosten stark belastet ist.

Bei Arbeitnehmern sowie bei Beziehern von Leistungen wie Arbeitslosen- oder Krankengeld wird das Einkommen des Monats vor der Antragstellung herangezogen.

Bewusste Entscheidung gegen Kürzungen

Bemerkenswert ist vor allem eines: Der Heizkostenzuschuss bleibt trotz des laufenden Sparkurses unangetastet. Soziallandesrat Wolfgang Fürweger betont, dass es gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten entscheidend sei, gezielt dort zu helfen, wo der Druck am größten ist. Die Unterstützung solle jene erreichen, die durch hohe Energiepreise besonders unter Zugzwang geraten sind.

Fristen, Dauer und Anlaufstellen

Anträge können bis einschließlich 30. September 2026 eingebracht werden. Aufgrund des erwarteten Andrangs ist Geduld gefragt: Die Bearbeitung kann bis zu zwölf Wochen dauern. Ab dem 7. Jänner steht zusätzlich eine Telefonhotline zur Verfügung, die montags bis donnerstags vormittags erreichbar ist und bei Fragen rund um Antrag und Voraussetzungen unterstützt.

Salzburg setzt auf Kürzungen beim Personal

Der Heizkostenzuschuss steht in einem auffälligen Kontrast zu den harten Einschnitten, die Salzburg an anderer Stelle plant. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler hatte jüngst angekündigt, die Verwaltung grundlegend umzubauen. Künftig soll etwa jede dritte Stelle nach Abgängen nicht mehr nachbesetzt werden. Digitalisierung, der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz und organisatorische Zusammenlegungen sollen die Effizienz erhöhen – und den Personalstand deutlich reduzieren.