Bauern laufen Sturm: EU einigt sich auf umstrittenen Mercosur-Handelspakt
Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ist ein Durchbruch beim EU-Mercosur-Handelsabkommen mit den vier südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay erzielt worden.
Die EU-Botschafter stimmten am Freitag in Brüssel mehrheitlich dafür, dass Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das Abkommen am 12. Januar in Paraguay unterzeichnet. Österreich ist jedoch durch einen Parlamentsbeschluss an ein „Nein” gebunden.
Italien kippt die Mehrheit: Mercosur-Deal soll 700-Millionen-Markt öffnen
Das Hauptziel war es, Italien zu überzeugen, um die nötige Mehrheit zu erreichen. Dies ist offenbar gelungen. Laut Angaben der EU-Kommission ist die EU der zweitgrößte Handelspartner des Mercosur: Die Exporte erreichten 2024 demnach rund 57 Mrd. Euro. Mit dem Abschluss des Abkommens würde ein Wirtschaftsraum mit über 700 Millionen Verbrauchern entstehen. EU-Vertreter betonten die Bedeutung eines raschen Abschlusses des Abkommens, gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und einer schwierigen transatlantischen Beziehung.
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