EU verteuert E-Autos aus China: Mindestpreise statt Zölle – das ist der Trick
Brüssel zieht die nächste Schraube an. China-E-Autos sollen billiger aussehen – dürfen es aber nicht mehr sein. Neu sind EU-Leitlinien zu Mindestpreisen statt Zöllen. Für Europas Autofahrer könnte das spürbar teurer werden.
Im Jänner hat die Europäische Kommission Leitlinien veröffentlicht, die chinesischen Herstellern erlauben, BEV-Zölle über Mindestpreise zu umgehen. Formal WTO-konform, politisch heikel: Preise werden nicht mehr vom Markt bestimmt, sondern von Brüssel verwaltet. Die Mindestpreise sind kein harter Bruch mit China, sondern ein verhandelter Ausweg – auf Kosten der Käufer.
Was das wirklich heißt: Billige China-E-Autos werden künstlich teurer
Ein Mindestpreis wirkt wie ein Preisdeckel nach unten. Selbst wenn Zölle umgangen werden, dürfen Fahrzeuge nicht mehr „zu billig“ verkauft werden. Ergebnis: Der Preisdruck nach unten verschwindet – auch für europäische Modelle.
China reagiert – mit der Hybrid-Flut
Chinesische Hersteller weichen massiv auf Hybride und Plug-in-Hybride aus. Der Grund ist simpel: Sie fallen nicht unter die BEV-Sonderzölle. Die Folge: Explodierende Hybrid-Zahlen – und eine Verzerrung der EU-E-Wende.
Klimapolitik im Widerspruch
Statt mehr rein elektrischer Autos kommen mehr Übergangslösungen auf die Straße. Die EU schützt ihre Industrie – bremst aber den eigenen Umstieg auf Voll-E-Mobilität. Politischer Zielkonflikt, hausgemacht.
Handelskonflikt ungelöst – Risiko bleibt
China hat die EU-BEV-Zölle bei der Welthandelsorganisation angefochten. Solche Verfahren dauern Jahre – Gegenmaßnahmen bleiben jederzeit möglich. Brüssel versucht den Streit zu entschärfen, ohne die Zölle offiziell zurückzunehmen. Das macht Autos, Lieferketten und Preise langfristig unsicher.
Eines steht fest: Es ist ein schlechter Deal für Autofahrer: mehr Regulierung, weniger Wettbewerb; billige E-Autos verschwinden, Hybride boomen – und Europas Konsumenten zahlen die Rechnung.
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