Fast jeder Dritte setzt auf Wertpapiere – Ruf nach Entlastung wird lauter
Fast ein Drittel der Menschen in Österreich investiert inzwischen in Wertpapiere. Experten sehen darin ein klares Signal – und fordern von der Politik dringend steuerliche Erleichterungen für private Anleger.
Immer mehr Menschen in Österreich setzen auf Wertpapiere. Laut dem aktuellen „Aktienbarometer“ im Auftrag der Industriellenvereinigung investiert inzwischen fast ein Drittel der Bevölkerung in Aktien und andere Wertpapiere.
Für die Industriellenvereinigung ist das bemerkenswert, weil 2025 von starken Kursschwankungen und Unsicherheit geprägt war. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sieht darin ein Zeichen, dass viele Menschen nicht mehr auf eine ausreichende staatliche Pension vertrauen.
Pensionsvorsorge als zentrales Motiv
Besonders wichtig ist für viele Anleger der Vermögensaufbau, direkt dahinter folgt die Pensionsvorsorge. 62 Prozent der Befragten nannten sie als zentrales Motiv. Experten fordern deshalb steuerliche Erleichterungen. Derzeit liegt die Kapitalertragssteuer auf Erträge aus dem Wertpapierhandel bei 27,5 Prozent.
Angelika Sommer-Hemetsberger betont: „Wer privat vorsorgt und damit die Sozialsysteme entlastet, darf dafür nicht bestraft werden.“ Börse-Chef Christoph Boschan verweist zudem auf 340 Milliarden Euro, die unverzinst auf Sparkonten liegen – und kritisiert fehlenden politischen Mut.
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