Unter anderem sind die großen Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha gesperrt. Auch Airlines, die nicht direkt betroffen sind, müssen großräumig ausweichen.

Der Flughafenvorstand peilt für dieses Jahr einen Gewinn von 210 Millionen Euro an. An diesem Ziel hält der Flughafen vorerst auch trotz der Eskalation im Nahen Osten fest. „Es wäre aus meiner Sicht deutlich verfrüht, die Prognose jetzt schon zu ändern”, sagte Jäger. Es sei nicht absehbar, ob der Krieg ein paar Tage, Wochen oder viele Monate dauern werde.

Wenn sich die Lage rasch beruhigt, werden die finanziellen Auswirkungen gering sein. Sollten die Bombardierungen tatsächlich nur einige wenige Wochen andauern, würde sich das nicht auf die Gewinnprognose auswirken. Vorstandskollege Günther Ofner fügte hinzu, dass der bisherige Anstieg des Ölpreises sehr moderat ausgefallen sei. Entscheidend sei, wie lange die Straße von Hormus blockiert werde. Eine längere Blockade hält er im Moment für nicht sehr wahrscheinlich.

Vorstand hält trotz Gewinnrückgangs an Dividendenhöhe fest

Trotz eines Gewinnrückgangs um mehr als zehn Prozent will der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 an der Dividendenhöhe festhalten. Die Aktionäre, darunter das Land Niederösterreich und die Stadt Wien mit jeweils 20 Prozent, sollen wie im Vorjahr 1,65 Euro pro Aktie erhalten. Aufgrund von Abschreibungen durch den Stopp des Baus einer dritten Start- und Landebahn sank der Gewinn auf 210 Millionen Euro, nach 240 Millionen Euro im Jahr 2024, wie das börsennotierte Unternehmen am Montag mitteilte.

Bereits im Januar hatte der Flughafen-Vorstand angekündigt, dass der Nettogewinn auch in diesem Jahr wieder bei 210 Millionen Euro liegen sollte. Aufgrund des Iran-Kriegs steht diese Prognose allerdings unter Vorbehalt. Durch den Luftangriff der USA und Israels ist der Luftverkehr in der Nahostregion massiv gestört und es wird mit einem Anstieg des Ölpreises gerechnet.

Im Jahr 2025 steigerte der Flughafen seinen Umsatz auf 1,129 Mrd. Euro, was einem Plus von 7,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der operative Gewinn (EBIT) ging hingegen von 306 auf rund 280 Mio. Euro zurück.