Für Autofahrer wird's jetzt teuer: Steuer treibt Preise in die Höhe!
Der Staat kassiert kräftiger ab: Eine neue Berechnung der NoVA lässt die Preise für Neuwagen in Österreich weiter steigen. Besonders Käufer von Autos mit Verbrennungsmotor spüren die Steuerlawine deutlich.
Die neue Berechnung der NoVA lässt die Preise für Neuwagen in Österreich weiter steigen.GETTYIMAGES/coffeekai
In Österreich wird der Autokauf immer mehr zur Kostenfalle. Seit Jahresbeginn 2025 hat der Staat die Berechnung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) geändert, was spürbare Folgen für Autofahrer hat. Der schrittweise sinkende CO₂-Freibetrag sorgt dafür, dass der Steueranteil bei Neuwagen Jahr für Jahr steigt. Die NoVA ist im Verkaufspreis enthalten und treibt die Preise deutlich nach oben – selbst bei sparsamen Modellen, so die Krone.
NoVA-Reform treibt Preise nach oben
Seit 2025 wird die Normverbrauchsabgabe neu berechnet. Sicher ist: Der CO₂-Freibetrag wird bis 2029 jährlich gesenkt. Dadurch erhält der Staat automatisch höhere Einnahmen, was Neuwagen spürbar verteuert. Da die NoVA in Österreich direkt im Kaufpreis enthalten ist, entstehen teils massive Preisunterschiede zu anderen Ländern. Doch auch ohne Vergleich zeigt sich: Autofahrer zahlen immer mehr. ÖAMTC-Verkehrsexperte Dominik Graf erklärt dazu: „In Deutschland gibt es keine Zulassungssteuer wie die NoVA, dafür ist die Mineralölsteuer höher.”
Ein Blick auf konkrete Modelle zeigt, wie stark die Belastung ausfallen kann: Bei einem Sportwagen wie dem Porsche 718 Cayman entfallen dieses Jahr fast 30 Prozent des österreichischen Neupreises auf die Abgabe – das sind 67.865 Euro. Bei einem sparsamen VW Golf TDI mit 115 PS liegt der NoVA-Anteil hingegen bei rund drei Prozent.
Auch Sparautos geraten unter Druck
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei emissionsarmen Verbrennungsmotoren. So steigt die NoVA beim VW Golf im Zeitraum von 2025 bis 2027 um 79 Prozent. Damit trifft die Steuer längst nicht mehr nur leistungsstarke oder verbrauchsstarke Fahrzeuge. Ursprünglich war die NoVA als Ersatz für die frühere Luxussteuer gedacht, doch dieses Ziel rückt zunehmend in den Hintergrund.
Die steigenden Kosten könnten laut Experten dazu führen, dass Käufer ihr Fahrzeug länger behalten oder einen Umstieg auf ein Elektroauto in Erwägung ziehen. E-Autos sind zwar weiterhin von der NoVA befreit, müssen jedoch seit April die motorbezogene Versicherungssteuer zahlen.
Christian Pesau vom Arbeitskreis der Automobilimporteure der Industriellenvereinigung weist darauf hin, dass Verbrenner trotz der NoVA wegen ihrer hohen Wiederverkaufswerte weiterhin beliebt sind. Gleichzeitig steige aber auch die Nachfrage nach Elektroautos in Österreich spürbar.
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