Kushner skizzierte in Davos ein Projekt, das Gaza in eine wirtschaftlich integrierte Küstenregion transformieren soll. Grundlage seines Ansatzes seien marktwirtschaftliche Prinzipien, die Investitionen, Wachstum und Beschäftigung ermöglichen sollen. In Präsentationsfolien zeigte er Visualisierungen moderner Hochhäuser, Verkehrsachsen sowie digitaler und energetischer Infrastruktur, die auf den Trümmern der bisherigen Bebauung entstehen könnten.

Insgesamt 180 Hochhäusern sollen als Wohn-, Geschäfts- und Dienstleistungsflächen genutzt werden und Gaza langfristig als Standort für internationale Investitionen positionieren.

„New Rafah“ als urbanes Zentrum

Ein zentrales Element des Plans ist der Aufbau eines neuen urbanen Kerns im Süden des Gazastreifens, den Kushner als „New Rafah“ bezeichnet. Vorgesehen sind dort unter anderem 100.000 Wohneinheiten, ergänzt durch 200 Bildungseinrichtungen, 75 medizinische Zentren sowie 180 kulturelle, religiöse und berufliche Einrichtungen. Industrie- und Gewerbezonen sollen zwischen Wohnquartieren angesiedelt werden, um kurze Wege und lokale Beschäftigung zu fördern.

Architektonische Details oder konkrete Planer nannte Kushner bislang nicht. Das Projekt wurde erstmals im Dezember gemeinsam mit dem New Yorker Immobilienentwickler Steve Witkoff öffentlich erwähnt.

Internationale Steuerung des Projekts

Die politische Begleitung des Wiederaufbaus soll laut Angaben aus Washington durch ein internationales Gremium erfolgen. Dieses sogenannte „Board of Peace“ soll unter dem Vorsitz von Donald Trump stehen und den Wiederaufbau koordinieren. Ziel des Gremiums sei es, politische Stabilität, Investitionssicherheit und internationale Abstimmung während der Aufbauphase zu gewährleisten.