
Handel leidet weiter: Umsatzrückgang setzt sich auch 2024 fort
Der Handel blickt zum dritten Mal in Folge auf ein schwieriges Jahr zurück. Unter Berücksichtigung der Inflation ging der Absatz um 1,6 Prozent zurück, nach 1 Prozent im Jahr 2023 und 3,6 Prozent 2022.
In Summe wurden im Vorjahr 307,4 Mrd. Euro netto umgesetzt. Wobei der Einzel- und Autohandel deutlich besser lief als der Großhandel. Insbesondere der Möbel-, Zeitschriften- und Schmuckhandel mussten Federn lassen. Für heuer gibt sich der Handel etwas optimistischer.
“Wir sind noch immer in der Krise, das kann man nicht wegreden”, so Handelsobmann Rainer Trefelik. Ein Kernproblem sei die rückläufige Rentabilität. Ebenfalls zurückgehen würde die Beschäftigtenzahl, bei hohen Insolvenzzahlen. Die Pleiten legten 2024 um 18 Prozent zu, 1.085 Firmen wurden insolvent. Ein Lichtblick sei das vierte Quartal 2024 gewesen, diesen Schwung wolle man mitnehmen. “Der Handel hat sehr viel mit Stimmung zu tun”, so Trefelik.
Größtes Umsatzplus im Lebensmittelhandel
Das größte Umsatzplus unter Berücksichtigung der Teuerung verzeichnete 2024 der Lebensmittelhandel vor den Drogerien. Im Bereich Bekleidung und Sport gab es Preisrückgänge, bei Büchern und Zeitschriften sowie beim Schmuck hingegen deutliche Preissteigerungen. Wobei beim Juwelier vor allem wegen des höheren Goldpreises mehr gezahlt werden musste.
Die Umsatzentwicklung spiegelt sich auf dem Arbeitsmarkt wider. Lediglich bei den Drogerien stieg die Zahl der Beschäftigten, insbesondere im Schuh- und Möbelhandel wurde kräftig Personal abgebaut. Grundsätzlich lasse sich sagen, dass der Handel auch 2024 in der Rezession gesteckt sei. Wobei die Konsumentinnen und Konsumenten durchaus liquid wären, allerdings fehle die Kauflust. Dazu käme der Onlinehandel mit wenig Wertschöpfung in Österreich.
Mehr Anreize für Vollzeitarbeit
Für Trefelik ist die Politik gefordert, ein klares Signal zu schicken: “Wir tun, wir packen an” müsse die Botschaft sein. Der Handel präsentierte ein Forderungspaket, wie etwa eine “Adaptierung” des Einkommensteuersystems für mehr Anreize zur Vollzeitarbeit, ein flexiblerer Pensionsantritt und Goodies für Arbeiten in der Pension sowie eine Aufnahme des Handels in die Saisonnieregelung. “Wir brauchen 2025 als Jahr der Action”, so Trefelik.
Bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst 2024 haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Handel einen zweijährigen Abschluss vereinbart, der aufgrund der anziehenden Inflation hinfällig sein könnte. Denn bei einer rollierenden Inflation von 3 Prozent wird neu verhandelt, zuletzt lag die Teuerung bei 3,3 Prozent. Fällt die rollierende Inflation auf 2,9 Prozent, dann gibt es für 2026 keine Gehaltserhöhung. Erst darunter steigen die Einkommen über die Inflation.
Trefelik gab sich heute vor Journalisten zuversichtlich, dass die Teuerung wieder sinken wird. Und er verweist darauf, dass die Berechnung für den Zeitraum von Oktober 2024 bis September 2025 gilt und die Inflation zum Jahresende 2024 niedriger als jetzt war.
Trefelik: Kostendynamik stoppen
Dringenden Handlungsbedarf sieht Trefelik bei der Indexierung von Energiepreisen und Mieten. “Diese Kostendynamik muss gestoppt werden”, betonte der Handelsobmann. Wenig Begeisterung löst der Black Friday im Handel aus, der mittlerweile zu einer “Black Week” geworden sei. Denn durch die hohen Rabatte wäre kaum Marge zu lukrieren, obendrein werde dann eben im Weihnachtsgeschäft weniger verkauft.
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Kommentare
Passt schon. Ich kauf eh nix. Hab’ ja keinen Klopfer und sponsere parteinahe Energiekonzerne und Finanzämter, die meine Erspartes an Halbaffen umverteilen.
Ja!! Ich und meine Familie boykottieren euch und die Banken schon seit Jahren. Ihr seid das letzte, wie man bei der Plandemie gesehen hat oder wie Almdudler den Kommunisten Van der Bellen unterstützt hat. Ihr könnt eure Insekten selber fressen! Go woke, go broke.
Leider muss ich meinen Euro auch fünfmal umdrehen. Profitieren tut nur Amazon, denn dort ist es überwiegend billiger, und ich kann es ohne Angaben von Gründen zurückschicken. Heute eine Gesichtscreme in unserer Apotheke €55,- bei Amazon €35,- selbst schuld. Ein Boykott des Handels an gewissen Tagen wie in Kroatien (lt.Kleine Zeitung) sollten die Österreicher auch organisieren, dann wird sich einiges ändern.
ausgesperrt! Das vergessen die Menschen nicht. Und diese ÖVP-Grüne Regierung hat dafür gesorgt, dass den Menschen weniger Geld im Börserl bleibt.
PS: Die Nochniesteuerzahler und “Linkskapitalisten” müssen auch rundumversogt werden!
Schämt euch für eure Zensur…
Ja womit alles 30% teurer Lete kaufen nur das nötigste…
tanken, zigaretten, monatseinkauf, gastronomie nur mehr beim freundlichen nachbarn, bei dem man gefahrlos spazieren gehen oder im freien den kaffee geniesen kann .
da sieht man keine australischen austauschstudenten herumlungern
Mi könnts kreizweis ! 3 Jahre Corona , ich ungeimpft aber xund, und jetzt hab ich mich an TEMU gewöhnt ! I brauch euch net , nix mehr….
Der Handel sollte den Mund halten. Coronapolitik voll unterstützt, Menschen diskriminiert und ausgesperrt. Neben der Inflation treibt auch die Gier die Preise noch in die Höhe.
Das Ergebnis umfassender ÖVP-Grün-Politik.
Wenn es zu einer Ampelregierung kommt, wird sich das noch weiter verschlechtern.·