Möglich wird das durch sogenannte Wertsicherungsklauseln, die in vielen Mobilfunkverträgen enthalten sind, schreibt 5 Minuten. Diese erlauben es den Anbietern, Preise regelmäßig an die allgemeine Teuerung anzupassen. Grundlage dafür ist der Verbraucherpreisindex von Statistik Austria. Schätzungen zufolge ist mehr als die Hälfte aller Mobilfunktarife in Österreich von dieser Regelung betroffen.

Mobilfunkanbieter heben Preise

Bei A1 werden die Grundentgelte vieler Tarife um rund 3,5 Prozent angehoben. Betroffen sind auch Angebote der Marken bob und RedBull Mobile. Auch Magenta hebt die monatlichen Grundgebühren vieler Tarife um bis zu 3,5 Prozent an. Zusatzpakete oder optionale Leistungen sollen laut Unternehmen von der Anpassung ausgenommen sein.

Teilweise noch stärker fällt die Erhöhung bei Drei aus. Dort sind rund 60 Prozent der Kunden von der Wertsicherungsklausel betroffen. Weil der Anbieter im Jahr 2025 auf eine Indexanpassung verzichtet hatte, kann die Preiserhöhung heuer je nach Vertrag zwischen etwa ein und bis zu 6,5 Prozent liegen.

Nicht alle Anbieter setzen jedoch auf automatische Inflationsanpassungen. Einige virtuelle Netzbetreiber verzichten weiterhin auf solche Klauseln. Dazu zählen etwa spusu, Hofer Telekom (HoT) oder Liwest Mobil. Auch beim Diskontanbieter yesss! ist derzeit keine jährliche Indexanpassung vorgesehen.

Wichtig für Kunden: Da es sich rechtlich um vertraglich vereinbarte Inflationsanpassungen handelt, besteht in der Regel kein Sonderkündigungsrecht. Wer noch an einen Vertrag gebunden ist, kann den Tarif meist nicht vorzeitig kündigen.