Heizen und Tanken wird teurer: CO₂-Preis zieht weiter an
Mit dem Jahreswechsel greift erneut eine Anpassung, die viele deutsche Haushalte unmittelbar im Geldbeutel spüren werden. Der staatlich festgelegte Preis auf Emissionen steigt weiter – und verteuert damit genau jene Bereiche des Alltags, die sich kaum umgehen lassen: Mobilität und Wärme.
Seit einigen Jahren wird der Ausstoß von Kohlendioxid bei fossilen Energieträgern in Deutschland mit einem festen Preis belegt. Ziel ist es, Öl, Gas und andere fossile Brennstoffe schrittweise aus dem Markt zu drängen und Alternativen attraktiver zu machen. Umgangssprachlich wird häufig von einer „CO₂-Steuer“ gesprochen, tatsächlich handelt es sich jedoch um einen staatlich festgelegten Preis pro ausgestoßener Tonne CO₂.
Zum Beginn des Jahres 2026 wird dieser Preis erneut angehoben. Damit verteuern sich automatisch alle Produkte und Dienstleistungen, die auf fossilen Energieträgern beruhen – vom Liter Benzin bis zur Kilowattstunde Gas.
Vorbereitung auf den europäischen Emissionshandel
Der nationale CO₂-Preis ist kein dauerhaftes Modell. Er gilt als Übergangslösung, bis auf europäischer Ebene ein neuer Emissionshandel für Verkehr und Gebäude greift. Dieses System soll ab 2028 in Kraft treten und fossile Brennstoffe EU-weit bepreisen. Ursprünglich war ein früherer Start geplant, doch die Einführung wurde verschoben.
Für Deutschland bedeutet das: In den Jahren bis zum Start des europäischen Systems bleibt der Preis auf dem aktuell festgelegten Niveau. Wie hoch die Belastung danach ausfällt, hängt von Angebot und Nachfrage am Markt ab. Klar ist jedoch, dass langfristig deutlich höhere Preise erwartet werden, da der politische Druck zur Reduktion fossiler Energien weiter steigt.
Spürbare Mehrkosten im Alltag
Für Autofahrer zeigt sich die Entwicklung direkt an der Zapfsäule. Mit dem höheren CO₂-Preis steigen die Kraftstoffpreise um mehrere Cent pro Liter. Auch beim Heizen wird es teurer: Heizöl und Erdgas legen ebenfalls zu, wenn auch in kleineren Schritten. Auf ein Jahr gerechnet summieren sich diese Anpassungen dennoch zu einem merklichen Zusatzbetrag – vor allem für Haushalte mit höherem Energieverbrauch.
Gerade bei Gasheizungen können sich die Mehrkosten schnell auf mehrere Dutzend Euro pro Jahr belaufen. Für viele Haushalte kommt das zu einem Zeitpunkt, an dem Energie ohnehin zu den größten laufenden Ausgaben zählt.
Kommentare