Windrad-Boom: Hier stehen die meisten Anlagen Österreichs
Die Windkraft spaltet Österreich: Rekordwerte im Osten, Nullrunde in Teilen des Westens. Ein Bundesland setzt sich deutlich ab. Mehr dazu hier!
Kein Bundesland in Österreich treibt den Windkraft-Ausbau so konsequent voran wie das Burgenland. Das Windkraft-Ziel für 2030 wurde dort bereits zu 65 Prozent erreicht. Auch bei der Photovoltaik liegt es mit 84 Prozent im Spitzenfeld. Das zeigen aktuelle Berechnungen von IG Windkraft und PV Austria. Das berichtete zunächst Selektiv.
Deutlich verhaltener fällt die Bilanz im Westen aus: Salzburg, Tirol und Vorarlberg stehen bei der Windkraft weiterhin bei null Prozent ihres jeweiligen Zielwerts. Bei der Photovoltaik kommt Tirol lediglich auf 41 Prozent. Der Ausbau der erneuerbaren Energien verläuft damit regional höchst unterschiedlich – und stockt vor allem in Westösterreich spürbar.
214 neue Windräder
Gleichzeitig drängt die Branche seit Jahren auf mehr Tempo. 214 zusätzliche Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 1.200 Megawatt sind bereits genehmigt – ein massiver Ausbau, der Investitionen zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro erfordern würde, so IG Windkraft. Ob und wie rasch diese Projekte tatsächlich umgesetzt werden, dürfte auch von Akzeptanz, Genehmigungen und Netzausbau abhängen.
Gerade im Winter argumentiert die Branche mit der Versorgungssicherheit: Zwei Drittel der heimischen Windstromproduktion entfallen auf die kalte Jahreszeit – also auf jene Monate mit besonders hohem Gasverbrauch. Nach Berechnungen von IG Windkraft könnten die neuen Anlagen im Winter rund 3,2 Terawattstunden Strom erzeugen – in etwa so viel, wie ganz Vorarlberg innerhalb eines Jahres verbraucht.
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