Immer weniger Bankomaten: In diesen Städten wird das Bargeld knapp
Wer Bargeld braucht, muss sich zunehmend umstellen: Geldautomaten und Bankfilialen werden weniger, gleichzeitig nimmt die Akzeptanz von Münzen und Scheinen im Alltag spürbar ab. Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat mit einem neuen Cash-Index erstmals systematisch ausgewertet, in welchen deutschen Städten Bargeldabheben noch besonders gut funktioniert, berichtet Focus.
Die Ergebnisse zeigen in Deutschland einen klaren Trend: In vielen Großstädten bieten mittlerweile mehr Einzelhandelsfilialen Bargeldabhebung an der Kasse an als es klassische Geldautomaten gibt. Im Durchschnitt finden sich in den 30 größten Städten 3,4 Geschäfte pro 10.000 Einwohner, in denen man beim Bezahlen Geld abheben kann – etwa Supermärkte, Drogerien oder Baumärkte. Bei Geldautomaten sind es hingegen nur noch bei 3,0 pro 10.000 Einwohner.
Chemnitz liegt mit 4,64 Geschäften bei den Abhebemöglichkeiten im Handel an der Spitze, gefolgt von Braunschweig und Hannover. Am unteren Ende landen Karlsruhe, Stuttgart und Bielefeld. Bei der Dichte an Geldautomaten führt Aachen mit 4,57 Geräten, während Duisburg mit 1,43 Schlusslicht ist.
Bargeld verlagert sich
Insgesamt ist die Bargeldversorgung laut Index in Aachen am besten: Dort kommen 7,73 Abhebestellen pro 10.000 Einwohner zusammen. Knapp dahinter liegen Chemnitz (7,65) und München (7,04). Auch Berlin ist mit 6,89 gut aufgestellt und erreicht Platz vier. Die DKB betont: Bargeld verlagert sich immer stärker an Orte des täglichen Einkaufs – doch je nach Stadt gibt es bereits spürbare Unterschiede und Lücken. Auch in Österreich ist das Thema Bargeldabschaffung seit Jahren ein riesiges Thema, hierzulande werden Bankomaten ebenfalls rarer.
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