
Insoventer Wäscheriese Palmers muss 36 Filialen schließen
Der Wäschehändler Palmers hat seit der Insolvenzeröffnung erste Sanierungsfortschritte erzielt. Zudem sind drei österreichische Investoren am Traditionsbetrieb interessiert. Trotzdem muss die Kette 36 Filialen schließen.
Die erzielten Umsätze liegen deutlich über der veranschlagten Finanz- und Fortführungsplanung. Zudem laufen Verhandlungen mit Investoren. Daher soll das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung fortgeführt werden, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Dienstag nach der ersten Gläubigersitzung mit.
Seit der Insolvenzeröffnung Mitte Februar 2025 wurden erste Sanierungsschritte eingeleitet. So werden 36 defizitäre Eigenfilialen in Österreich geschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zum Teil von anderen Filialen übernommen werden. Derzeit betreibt Palmers 114 Eigenfilialen mit insgesamt 515 Mitarbeitern. Weiters sollen unwirtschaftliche Franchise-Verträge beendet sowie defizitäre Tochterfirmen im Ausland geschlossen werden, erfuhren die Gläubiger bei der ersten Gläubigerversammlung mit der Sanierungsverwalterin Maria-Christine Nau und dem Palmers-Vorstand Janis Jung.
Allerdings sei ohne Hilfe von dritter Seite “aus heutiger Sicht eine Finanzierung der Fortführung sowie der Sanierungsplanquote nicht darstellbar”, merkte der AKV an. Derzeit werden jedoch Gespräche mit drei österreichischen Investoren geführt. Weiters werden die Vermögenswerte wie zum Beispiel die Beteiligungen unter die Lupe genommen – darunter aber auch der Wert der Marke “Palmers“.
Die Marke als Wert
Im Insolvenzantrag von Mitte Februar wurden die Passiva mit 51 Mio. Euro angegeben, die Aktiva mit 11,50 Mio. Euro. Mit den besicherten Außenständen kam man jedoch auf Passiva von rund 69 Mio. Euro, wie Creditreform damals mitteilte.
Allerdings: “Die am 22.04.2025 stattfindende Prüfungs- und Berichtstagsatzung stellt den nächsten bedeutenden Termin in diesem Sanierungsverfahren dar”, sagte Peter Stromberger vom Kreditschutzverband von 1870. “Erst nach dieser Tagsatzung wird die Gesamthöhe der angemeldeten Passiva feststehen und ein konkreter Bericht über den bisherigen Fortbetrieb des Schuldnerunternehmens vorliegen.” (APA/red)
Hier können Sie den exxpress unterstützen
Ihr Beitrag hilft, unsere Berichterstattung noch weiter auszubauen und diese weiterhin kostenlos und top-aktuell zu Verfügung zu stellen.
Kommentare
Nach den woken Plakaten wundert mich das absolut nicht
Tja, wer ÖVP oder gar Grün wählt, der muss mit Insolvenzen rechnen.
Das hat sich die letzten 5 Jahre unter ÖVP-Grün, bestätigt.
—–
»»»Achtung«««
Hier werden verstärkt einige Profilnamen, in böswilliger Absicht, dazu missbraucht um Fake-News, Diskreditierungen und Beleidigungen zu verbreiten.
Achten Sie auf die korrekte Schreibweise der Profilnamen. Der Fälscher baut immer wieder kleine unscheinbare Fehler ein. Der Kommentarinhalt steht oft im Widerspruch zum Profilnamen. Mittlerweile wird sogar diese Warnmeldung kopiert und manipuliert.
Der Fälscher zielt darauf ab die Kommentarfunktion von Exxpress zu stören·
Sorry, not sexy.