Über Jahre hinweg hatten restriktive Vorgaben, u.a. einhergehend KIM-Verordnung, den Zugang zu Wohnkrediten erschwert. Eigenmittelquoten, Einkommensgrenzen und Laufzeitbeschränkungen dämpften die Nachfrage – mit spürbaren Folgen für Banken, Bauwirtschaft und Wohnungsmarkt. Seitdem dies Verordnung (seit dem 30.06.2025) nicht mehr gilt, zeigt sich ein klarer Trendwechsel.

Salzburger Kreditinstitute berichten von einem kräftigen Anstieg der Nachfrage. Im Vergleich der zweiten Jahreshälften 2024 und 2025 habe sich das Volumen an Kreditanfragen etwa verdoppelt.

Wohnbau erholt sich – mit zeitlicher Verzögerung

Während sich die Belebung im Kreditgeschäft rasch zeigt, reagiert der Wohnbau traditionell etwas langsamer. Der massive Einbruch ab 2022 hatte tiefe Spuren hinterlassen: Baubewilligungen gingen stark zurück, zahlreiche Projekte wurden verschoben oder ganz gestrichen. Ursache waren neben den Finanzierungsregeln auch deutlich gestiegene Zinsen.

Nun mehren sich die Signale, dass sich diese Entwicklung umkehrt. Branchenvertreter rechnen allerdings nicht mit einem sofortigen Boom. Erfahrungsgemäß folgt der Aufschwung im Bauwesen dem Kreditmarkt mit Verzögerung. Entsprechend wird eine spürbare Belebung vor allem ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet – dann, wenn neue Finanzierungszusagen tatsächlich in Bauprojekte münden.

Baulandreserven als stilles Potenzial

Die verbesserten Rahmenbedingungen treffen auf eine Ausgangslage, die langfristig Spielraum bietet. Eine aktuelle Erhebung des Landes Salzburg, über die Salzburg24 zuerst berichtete, zeigt, dass im Bundesland noch umfangreiche unbebaute Flächen vorhanden sind. Rund 1.330 Hektar Bauland stehen frei. Darauf könnten mehr als 70.000 Wohnungen errichtet werden.

Ein erheblicher Teil dieser Flächen befindet sich im Flachgau, während die Stadt Salzburg selbst nur über begrenzte Reserven verfügt.