Am Donenrstag kletterte Bitcoin zeitweise auf rund 73.000 US-Dollar. Damit erreichte die Kryptowährung ihr höchstes Niveau seit Anfang Februar. Damals hatte der Kurs die Region um 72.000 Dollar getestet, bevor eine stärkere Korrektur einsetzte und Bitcoin zeitweise auf rund 65.000 Dollar zurückfiel.

Die aktuelle Aufwärtsbewegung zeigt, dass Anleger wieder verstärkt Kapital in digitale Vermögenswerte lenken – selbst während an den traditionellen Aktienmärkten zuletzt eher Zurückhaltung zu beobachten war.

Der jüngste Kursanstieg fiel zeitlich mit einer breiteren Fluchtbewegung in sogenannte „Safe-Haven“-Assets zusammen. Auch Edelmetalle wie Gold und Silber legten spürbar zu

Altcoins übertreffen große Kryptowährungen

Parallel zur Entwicklung von Bitcoin verzeichneten auch viele kleinere Kryptowährungen deutliche Kursgewinne. Einige sogenannte Altcoins entwickelten sich sogar stärker als die großen Marktführer. Token wie TAO legten zeitweise zweistellig zu. Die Kursbewegungen deuten darauf hin, dass sich die Risikobereitschaft im Kryptomarkt wieder leicht erhöht hat.

Kryptobörsen-Aktien profitieren besonders stark

Besonders deutlich stiegen auch die Kurse börsennotierter Krypto-Unternehmen. Die Aktie der US-Kryptobörse Coinbase gewann rund 15 Prozent. Auch das Investmentunternehmen Galaxy Digital legte deutlich zu und verzeichnete zuletzt einen Anstieg von etwa 18 Prozent.

Weitere Handelsplattformen profitierten ebenfalls von der positiven Marktstimmung. Die Aktie von Robinhood stieg um rund 8 Prozent. Auch das Unternehmen Strategy, das stark in Bitcoin investiert ist, verzeichnete Kurszuwächse von etwa 10 Prozent.

Analysten verweisen darauf, dass Hedgefonds zuvor umfangreiche Short-Positionen auf mehrere dieser Unternehmen aufgebaut hatten. Der schnelle Kursanstieg könnte daher teilweise durch sogenannte Short-Squeeze-Effekte verstärkt worden sein.

Politische Debatte in den USA beeinflusst Kryptomarkt

Neben geopolitischen Entwicklungen spielt auch die amerikanische Regulierungspolitik eine Rolle für die Marktstimmung. Donald Trump kritisierte zuletzt auf seiner Plattform

Truth Social mehrere US-Banken und warf ihnen vor, den sogenannten GENIUS Act zu behindern.

Dieses Gesetz wurde im Juli 2025 verabschiedet und soll klare Rahmenbedingungen für Stablecoins schaffen. Gleichzeitig forderte Trump eine rasche Verabschiedung des umfassenderen Clarity Act, das die regulatorische Struktur des gesamten Kryptomarktes definieren soll.