Lebensmittel verteuern den Großhandel – Preise ziehen 2025 wieder an
Es ist wieder Bewegung in die Preislandschaft des deutschen Großhandels zurückgekehrt. Erstmals seit 2023 legten die Durchschnittspreise wieder deutlich zu. Vor allem Nahrungs- und Genussmittel haben die Preisentwicklung im Jahr 2025 spürbar nach angetrieben.
Im Jahresdurchschnitt stiegen die Großhandelspreise 2025 um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr. Damit endete eine Phase fallender Preise, nachdem 2024 noch ein Minus von 1,3 % verzeichnet worden war. Die Zahlen gehen aus aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamt (DESTATIS) hervor.
Nahrungsmittel als Haupttreiber
Den stärksten Beitrag zur Preissteigerung lieferten Lebensmittel, Getränke und
Tabakwaren. In dieser Warengruppe kletterten die Großhandelspreise im Jahresvergleich um knapp 4 %. Besonders auffällig war die Entwicklung bei importabhängigen Produkten: Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze verteuerten sich um mehr als ein Viertel. Auch Zucker, Süßwaren und Backwaren legten zweistellig zu.
Fleisch und Fleischwaren wurden ebenfalls spürbar teurer, ebenso Milchprodukte, Eier sowie Speiseöle und Nahrungsfette. Die Verteuerung zieht sich damit quer durch zentrale Warengruppen des täglichen Bedarfs – ein Signal, das Verbraucher mit zeitlicher Verzögerung meist deutlich zu spüren bekommen.
Preisrückgänge bleiben Randerscheinung
Zwar gab es 2025 auch Produktgruppen mit sinkenden Preisen. Getreide, Rohtabak und Futtermittel verbilligten sich merklich, ebenso einzelne Energie- und Mineralölprodukte. Doch diese Entlastungen reichten nicht aus, um den kräftigen Anstieg bei vielen Lebensmitteln auszugleichen. In der Gesamtbetrachtung dominierten klar die Preisschübe.
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