Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 profitierte Ryanair von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Flugreisen. Vor diesem Hintergrund hob das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr leicht an. Statt der bisher erwarteten 207 Millionen Passagiere sollen nun nahezu 208 Millionen Menschen mit Ryanair fliegen – ein Plus von rund 4 % gegenüber dem Vorjahr.

Ticketpreise steigen deutlich

Parallel zum höheren Passagieraufkommen kalkuliert Ryanair mit spürbar steigenden Erlösen pro Sitzplatz. Die durchschnittlichen Ticketpreise dürften im Jahresvergleich um mehr als 7 % zulegen und damit klar über dem Vorjahresniveau liegen. Für die Airline ist das ein wichtiger Hebel, um gestiegene Kosten auszugleichen und die Profitabilität zu stabilisieren.

Gewinnspanne erstmals konkretisiert

Erstmals nannte Ryanair auch eine konkrete Gewinnspanne für das laufende Fiskaljahr, das Ende März abgeschlossen wird. Nach einer vorsichtigen Einschätzung rechnet das Management mit einem bereinigten Nachsteuergewinn zwischen 2,13 und 2,23 Milliarden Euro. Zuvor hatte sich der Konzern mit detaillierten Ergebnisprognosen zurückgehalten.

Entspannung bei der Flottenplanung

Ein weiterer Faktor für den optimistischeren Ausblick ist der Fortschritt bei den Flugzeugauslieferungen. Nach monatelangen Verzögerungen kommt wieder Bewegung in die Zusammenarbeit mit Boeing. Ryanair erwartet die Auslieferung der letzten vier Boeing 737 Max 8 noch bis Februar.

Aufmerksamkeit durch Wortgefecht mit Elon Musk

Mediale Aufmerksamkeit erhielt Ryanair zuletzt durch einen ungewöhnlichen Schlagabtausch mit Elon Musk. Auslöser war ein ironischer Beitrag der Airline auf der Plattform X, in dem Ryanair sich gegen WLAN an Bord aussprach. Musk griff den Kommentar auf und fragte öffentlich, was es kosten würde, die Fluggesellschaft zu kaufen.

Wenig später legte der Tech-Milliardär nach und startete eine Online-Umfrage unter seinen Followern, ob er Ryanair übernehmen solle. Innerhalb kurzer Zeit beteiligten sich Hunderttausende Nutzer, eine Mehrheit sprach sich dafür aus.