Ende Jänner hat Billa seine eigene Hauszustellung auch in Wien und Umgebung eingestellt – und damit eine Lücke hinterlassen. Diese wird nun von den verbliebenen Online-Supermärkten Alfies und Gurkerl.at gefüllt. Beide Unternehmen berichten von einem spürbaren Anstieg an Bestellungen und planen bereits die nächsten Wachstumsschritte.

Beim Wiener Lieferdienst Alfies, der rund 6.000 Produkte online anbietet – von Lebensmitteln bis zu Drogeriewaren – macht sich der Billa-Rückzug klar bemerkbar. Geschäftsführer Gunther Michl spricht von einem Plus zwischen zehn und 20 Prozent, abhängig vom Wochentag. Tendenz: steigend.

Kapazitäten ausgebaut

Auch Gurkerl.at, das zu einem tschechischen Eigentümer gehört, profitiert vom Wegfall des großen Konkurrenten. Das Unternehmen meldet eine deutlich gestiegene Nachfrage und baut seine Kapazitäten aus. Das Logistikzentrum in Wien-Liesing sei bereits für weiteres Wachstum ausgelegt. Gurkerl beliefert Kunden längst nicht nur in Wien, sondern auch in einem breiten Umland – von Stockerau bis Bad Vöslau.

Alfies reagiert ebenfalls mit Expansion: Das Liefergebiet wurde in Niederösterreich ausgeweitet und auch der Raum Graz in der Steiermark stärker erschlossen. Zusätzlich soll das Sortiment im Frischebereich wachsen – etwa bei Milchprodukten, Obst, Gemüse und Fleisch.

Doch trotz steigender Umsätze ist Alfies noch nicht profitabel: Der Umsatz lag im Vorjahr bei rund 35 Millionen Euro. Ab nächstem Jahr soll erstmals die Gewinnzone erreicht werden. Für das Wachstum werden zudem neue Fahrer gesucht – rund 100 sollen dazukommen.