Hohenruppersdorf hat wieder einen Bankomaten. Beim Gemeindeamt steht nun ein Geldausgabeautomat „für jeden zugänglich“ bereit. Damit endet eine Phase, in der Bargeld im Ort selbst zur Mangelware geworden war.

Erleichterung brachte später zumindest eine Zwischenlösung: „Erst die Eröffnung des Kaufhauses Ludl brachte Linderung, war doch dort eine Behebung im Zuge eines Einkaufes möglich.“ Doch der Wunsch nach einem Bankomaten im Ort blieb.

So kam das Gerät in die Gemeinde

ÖVP-Bürgermeister Hermann Gindl nennt gegenüber der NÖN den Hintergrund der neuen Lösung:
„Wir haben das Gerät im Zuge der Initiative der Nationalbank und des NÖ Gemeindebundes erhalten. Präsident Johannes Pressl hat sich hier sehr eingesetzt.“

Hohenruppersdorf war „in der zweiten Tranche dabei“. Für Gindl zählt vor allem ein Punkt: „Wichtig für Gindl ist, dass der Gemeinde dadurch keine Kosten für den Betrieb entstehen.“ Zu stemmen sind „lediglich die Stromkosten und die baulichen Maßnahmen“.

Fünf Jahre Bewährungsprobe

Ganz fix ist der Standort aber nicht auf ewig. Gindl macht klar:
„Es gibt einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren. Wenn der Bankomat allerdings nicht frequentiert wird, kommt er wieder weg.“

Damit hängt die Zukunft des Automaten auch davon ab, ob er tatsächlich genutzt wird.

FPÖ: „Langjährige Forderung“ – Streit um die Vorgeschichte

Im Gemeinderat gibt es dazu eine klare politische Erzählung – und Gegenwind. Der geschäftsführende FPÖ-Gemeinderat Harald Zagler sagt:
„Ich möchte schon unterstreichen, dass dies eine langjährige Forderung von uns war, aber der Bürgermeister war dagegen. Die Nationalbank-Aktion wurde von uns hartnäckig verfolgt.“

Gindl wiederum hatte eine frühere Variante abgelehnt. Er habe „die ursprüngliche Version, den Bankomaten seitens der Gemeinde zu betreiben, aus Kostengründen abgelehnt, da hier das wirtschaftliche Risiko zu tragen gewesen wäre.“

Auch wenn am Standort noch nicht alles fertig ist, funktioniert das Gerät bereits: „Verputzt muss noch werden – in Betrieb ist der Bankomat aber schon.“