Österreich im Einkommens-Desaster: Nur ein EU-Land schneidet schlechter ab
Während in vielen Teilen Europas der Wohlstand spürbar gewachsen ist, tritt Österreich seit Jahren auf der Stelle. Neue Zahlen zeigen ein ernüchterndes Bild: Die realen Haushaltseinkommen sind hierzulande seit 2010 praktisch nicht vom Fleck gekommen, berichtet Selektiv anhand einer Eurostat-Statistik.
Inflationsbereinigt betrug das Plus bis zum dritten Quartal 2025 gerade einmal 1,9 Prozent – ein Wert, der Österreich EU-weit auf den vorletzten Platz katapultiert. Schlechter schnitt nur Griechenland ab, wo die Einkommen real sogar um 2,3 Prozent gesunken sind.
EU-weit 16,2 Prozent Zuwachs
Der Blick über die Grenzen macht die Dimension dieses Stillstands erst richtig deutlich. Im Durchschnitt legten die realen Haushaltseinkommen in der Europäischen Union im selben Zeitraum um 16,2 Prozent zu. Deutschland, oft als wirtschaftlicher Problemfall dargestellt, kommt immerhin auf ein Plus von 15,8 Prozent. Während dort also spürbar mehr Kaufkraft im Geldbörsel ankam, blieb sie in Österreich nahezu unverändert.
Noch drastischer ist der Vergleich mit Osteuropa. Länder wie Rumänien (+87,5 Prozent), Ungarn (+79,5 Prozent) und Polen (+61,8 Prozent) verzeichneten massive Zuwächse. Haushalte, die vor 15 Jahren noch deutlich hinter Österreich lagen, haben beim realen Einkommen rasant aufgeholt – und ziehen in manchen Bereichen bereits vorbei.
Für viele Österreicher erklärt das, warum sich der Alltag trotz steigender Löhne immer teurer anfühlt. Höhere Gehälter wurden von Inflation, Abgaben und steigenden Lebenshaltungskosten nahezu vollständig aufgefressen. Unterm Strich blieb kaum mehr übrig.
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