Das Nettoergebnis fiel im Geschäftsjahr 2025 auf rund 210 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der börsennotierte Flughafenbetreiber noch etwa 240 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Hauptgrund für den Rückgang liegt in außerordentlichen Wertberichtigungen infolge des endgültigen Aus für die dritte Piste.

Kritik an europäischer Regulierung

Auch die übermäßige Regulierung hatte dem Flughafenbetreiber jüngst zugesetzt. Der Flughafen-Vorstand übte zuletzt zudem deutliche Kritik an politischen Rahmenbedingungen. Günther Ofner betonte, dass der weltweite Luftverkehr wachse, während Europa durch Regulierungen zusätzliche Belastungen schaffe. Die Branche werde durch „falsche, diskriminierende und wachstumshemmende Regulierungen“ ausgebremst.

Er forderte eine Korrektur der Ausrichtung auf EU-Ebene sowie nationale Maßnahmen wie schnellere Genehmigungsverfahren und eine Reduktion der Flugabgabe.

Langfristige Wachstumsziele

Trotz kurzfristiger Unsicherheiten blickt das Management optimistisch nach vorne. Für 2035 strebt der Flughafen Wien ein Passagieraufkommen von 40 Millionen Reisenden an.

Mit der Terminal-3-Süderweiterung, die 2027 in Betrieb gehen soll, entstehen zusätzliche 70.000 Quadratmeter Fläche mit neuen Shopping- und Gastronomieangeboten, erweiterten Lounges sowie einer zentralen Sicherheitskontrolle. Bereits bis Sommer 2026 sollen sämtliche Sicherheitsbereiche mit moderner CT-Scanner-Technologie ausgestattet sein.

Anschließend ist die Verlängerung des Pier Nord geplant, um zusätzliche Gates und Abstellpositionen für Großraumflugzeuge zu schaffen. Dieses Projekt soll bis 2031 abgeschlossen werden. Allein in 2026 sollen Investitionen in Rekordhöhe von rund 330 Millionen Euro fließen.