Post-Sterben: Immer mehr Filialen schließen
Das Poststellen-Sterben sorgt für politischen Wirbel. Eine parlamentarische Anfrage zeigt: Dutzende Ämter wurden in den vergangenen Jahren geschlossen. Mehr dazu hier!
Die Zahl ist brisant: In Tirol wurden in den vergangenen fünf Jahren 37 Post-Geschäftsstellen geschlossen. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Vizekanzler und zuständigem Minister Andreas Babler hervor.
Konkret betroffen waren sieben eigenbetriebene und 30 fremdbetriebene Poststellen im Zeitraum 2021 bis 2025. Der Hauptgrund laut Ministerium: mangelnde Kostendeckung. Eine eigenbetriebene Geschäftsstelle dürfe laut Postmarktgesetz nur dann geschlossen werden, wenn sie dauerhaft nicht kostendeckend geführt werden kann. Das werde durch die Post-Control-Kommission (PCK) mittels wirtschaftlichem Gutachten geprüft.
Besonders heikel: Im Jahr 2025 wurde die Schließung von sechs weiteren eigenbetriebenen Poststellen in Tirol angezeigt. Die zuständige Behörde kam zum Schluss, dass die gesetzlich vorgeschriebene Versorgung auch im Falle der Schließung durch andere Standorte sichergestellt sei – die Schließungen wurden daher nicht untersagt.
Derzeit gibt es in Tirol noch 156 Post-Geschäftsstellen, davon 34 eigen- und 122 fremdbetrieben.
Das Ministerium betont, dass die flächendeckende Versorgung auch in Tirol gesetzlich geregelt und die Einhaltung durch die Regulierungsbehörde überwacht werde. Eine direkte Eingriffsmöglichkeit des Ressorts bei einzelnen Schließungen bestehe jedoch nicht.
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