Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass identische Reisen je nach Gerät, Standort oder Suchverhalten deutlich unterschiedlich bepreist werden – teilweise mit massiven Abweichungen. Welche Möglichkeiten Verbraucher haben, um diese dynamische Preisgestaltung zu umgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Studie zeigt drastische Preisunterschiede

Die Arbeiterkammer Tirol hat zwischen 11. und 22. März 2025 eine umfangreiche Analyse durchgeführt. Dabei wurden Buchungen über Plattformen wie booking.com, fluege.de oder opodo.at mit bis zu 22 verschiedenen Geräten getestet – darunter Smartphones, Tablets und Notebooks, an unterschiedlichen Standorten in Österreich.

Das Ergebnis fällt deutlich aus: Die Preisunterschiede haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiter vergrößert. Besonders bei Hotelbuchungen traten teils extreme Abweichungen auf.

Ein konkretes Beispiel zeigt das Ausmaß: Ein Hotel auf Korfu für zwei Personen (vier Nächte im Mai) kostete bei Buchung über ein Notebook in Wien 629 Euro. Derselbe Aufenthalt wurde über andere Geräte – etwa Smartphones oder Laptops in Tirol, Kärnten oder Niederösterreich – für 350 Euro angeboten. Die Differenz: 279 Euro, also fast 80 Prozent.

Was Verbraucher tun können

Wer online eine Reise bucht, kann mit einfachen Maßnahmen vermeiden, unnötig zu viel zu bezahlen. Entscheidend ist zunächst, Tracking und personalisierte Werbung so weit wie möglich einzuschränken.

Ebenso lohnt es sich, Preise auf unterschiedlichen Geräten zu vergleichen.

Auch der Zeitpunkt der Buchung spielt eine wichtige Rolle. Gerade bei Flügen zeigt sich häufig, dass frühzeitige Reservierungen günstiger sind.

Laut Arbeitskammer sind keine Muster erkennbar

Die Preisunterschiede folgen der Arbeitskammer zufolge, keiner klaren Logik. Weder das verwendete Gerät noch der Standort oder der Zeitpunkt der Buchung lassen zuverlässig erkennen, wann ein Angebot günstiger ist.

Wie Plattformen Preise beeinflussen

Was die Arbeitskammer unerwähnt ließ; Hinter den Abweichungen steckt häufig sogenanntes Dynamic Pricing. Dabei werden Preise in Echtzeit angepasst – abhängig von Nachfrage, Nutzerverhalten und weiteren Faktoren.

Auch persönliche Daten können eine Rolle spielen. Laut Verbraucherschützern lassen sich aus Wohnort oder Nutzungsverhalten Rückschlüsse auf die Zahlungsbereitschaft ziehen. Wer etwa in einer Region mit hohen Lebenshaltungskosten lebt, könnte höhere Preise angezeigt bekommen.