Mit einem Tagesplus von knapp 1,5 % kletterte der ATX zum Jahresende auf 5.326 Punkte und erzielte damit den höchsten Stand seiner Geschichte. Noch bemerkenswerter fällt der Blick auf die Gesamtbilanz aus: Über das gesamte Jahr hinweg legte der Index um mehr als 45 % zu – der beste Jahreswert seit zwei Jahrzehnten und einer der stärksten Zuwächse in der Historie des Wiener Aktienmarkts.

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung beim ATX Total Return, der Dividenden mit einbezieht. Dieser überschritt erstmals die Marke von 12.900 Punkten und verzeichnete ein Jahresplus von über 50 %. Auch der breiter gefasste ATX Prime konnte mit einem Zuwachs von rund 45 % überzeugen.

Wien im internationalen Vergleich

Im globalen Kontext muss sich die Wiener Börse nicht verstecken. Nur wenige internationale Leitindizes entwickelten sich 2025 noch dynamischer. Während etwa der deutsche DAX im Jahresverlauf um gut 22 % zulegen konnte und der Euro-Stoxx-50 sogar im Bereich von unter 20 % blieb, spielte Wien in einer deutlich höheren Liga.

Banken und Versicherungen als Zugpferde

Das Rückgrat der Wiener Börsenrally bildeten erneut Finanzwerte. Vor allem die großen Banktitel sorgten für nachhaltigen Rückenwind. Aktien von Erste Group, BAWAG und RBI gehörten zu den klaren Gewinnern des Jahres und profitierten sowohl von stabilen Zinserträgen als auch von geopolitischen Erwartungen rund um einen künftigen Wiederaufbau in der Ukraine.

Noch stärker präsentierten sich die Versicherungswerte. Titel wie Vienna Insurance Group und Uniqa konnten ihre Kurse teils mehr als verdoppeln und entwickelten sich damit zu echten Schwergewichten.